Zum Tag der Arbeit – die lautesten Berufe

Zum Tag der Arbeit – die lautesten Berufe

Der richtige Gehörschutz für jeden Berufszweig

Bei lauten Berufen denken die meisten an Flughäfen oder den Bau. Die Hitliste der lautesten Berufe hält einige Überraschungen bereit – und auch dort ist Gehörschutz wichtig und möglich.

Der 1. Mai ist als „Tag der Arbeit“ gesetzlicher Feiertag und macht auf die Rechte und Bedürfnisse von Arbeitnehmern aufmerksam. Zurückzuführen ist das auf einen Generalstreik am 1. Mai 1886 in den USA. Denn damals waren die Arbeitsbedingungen mehr als schlecht – und Arbeitsschutz noch ein Fremdwort.

Gehörschutz Undercover – Wenn es trotz Lärm aufs Gehör ankommt

Heute ist das zum Glück anders! Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sind gesetzlich klar geregelt – auch im Bereich Gehörschutz . Dieser ist an Flughäfen, in Fabriken und auf dem Bau längst Standard. Auffällige Ohrschützer  – sogenannte Mickey Mäuse – sind dort ein bekanntes Bild. Komplizierter wird es, wenn der Job laut ist, es aber trotzdem darauf ankommt alles zu verstehen. Musiker , Zahnärzte, Pädagogen  und Erzieher oder auch Barkeeper haben eines gemeinsam: Ihr Gehör ist Lärm ausgesetzt – aber sie müssen auf ihre Umgebung hören.

Doch auch für solche Berufe gibt es speziellen Schutz für die Ohren . Dieser reduziert zwar die Lautstärke, ermöglicht aber in eine ganz normale Kommunikation. Möglich machen dies spezielle Frequenzfilter, die gezielt die schädlichen hohen Frequenzbereiche  dämpfen. Denn diese sind besonders schädlich für unsere Ohren . Laute Kinderstimmen, aber auch die medizinischen Geräte beim Zahnarzt sind oftmals in dieser Tonlage. Da die hohen Frequenzen  vor allem beim Schreien auftreten, sind sie für ein gutes und optimales Sprachverständnis  nicht notwendig. Daher können Pädagogen trotz des Gehörschutzes ihr Gegenüber gut verstehen und kommunizieren. Auch für Musiker gibt es speziellen Gehörschutz, der auch für Konzert- und Discobesucher empfehlenswert ist. Die nächste gute Nachricht: Die Ohrstöpsel sind kaum sichtbar  und kostengünstig.

Hitliste der lautesten Berufe

  • Mitarbeiter im Bereich der Flugzeugabfertigung, also das Bodenpersonal auf dem Flughafen, müssen einen ohrenbetäubenden Lärm von 140 dB aushalten.
  • Ein Straßenbauarbeiter, der einen Presslufthammer oder anderes schweres Gerät nutzt, kommt auf 120 dB.
  • Barkeeper sind an ihrem Arbeitsplatz einer stundenlangen Beschallung von 110 dB ausgesetzt.
  • Brauereimitarbeiter arbeiten in einer Geräuschkulisse von 100 dB.
  • Orchestermusiker sind berufsbedingt einer Musik mit einer Intensität von 95 dB ausgesetzt.
  • In Fabriken oder in landwirtschaftlichen Betrieben sind 105 dB keine Seltenheit.
  • Zahnärzte und Zahnarzthelfer arbeiten täglich bei einer Geräuschkulisse von 90 dB.
  • Lehrer und Kindergärtner halten sich täglich bei 85 dB auf, denn diese Lautstärke entsteht schnell, wenn mehrere Kinder spielen und toben.

 

Dieser Lärmpegel am Arbeitsplatz hat Folgen: So leidet in Deutschland jeder Dritte über 50 Jahren an einer Hörschädigung  – und nicht selten hat das mit dem Beruf zu tun. Wenn Sie in einem lauten Beruf arbeiten, sollten Sie Ihr Gehör regelmäßig bei einem HNO-Arzt  oder Hörakustiker  untersuchen lassen. Eine erste Einschätzung darüber, wie es um Ihr Gehör steht, erhalten Sie bei unseren Online-Hörtests  – inklusive Auswertung und Handlungsempfehlung.

Welche Auswirkungen eine laute Geräuschumgebung am Arbeitsplatz haben kann, lesen Sie in unserem Artikel „Sich bei der Arbeit müde hören“ . Und in unserem Beitrag „Dank Hörgeräten erfolgreich im Job“  erfahren Sie, warum Hörgeräte die Chancen auf Ihren Traumjob steigern.

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