Hörimplantate

Alternativen zum Hörgerät – für jede Schwerhörigkeit die passende Lösung

Alle Hörlösungen von MED-EL auf einen Blick © MED-EL
Alle Hörlösungen von MED-EL auf einen Blick © MED-EL

Den meisten Menschen, die unter einer Schwerhörigkeit leiden, kann mit Hörgeräten geholfen werden. Es gibt jedoch auch Patienten, die trotz leistungsstarker Hörsysteme nur sehr wenig verstehen. Ein Hörimplantat kann für sie eine Alternative zum Hörgerät sein.

Wenn moderne Hörgeräte eine besonders schwere Hörminderung nicht mehr ausgleichen können, wirkt sich das aufs gesamte Leben aus: ob telefonieren, ein gemeinsames Essen im Restaurant, der Besuch im Theater, Kino oder in der Oper oder ein geselliges Beisammensein mit Freunden und Familie – alles wird erschwert. Ein funktionierendes Gehör dagegen ermöglicht es, aktiv am Leben teilzuhaben.

Hörimplantate – Wenn Hörgeräte an ihre Grenzen stoßen

Hörgeräte funktionieren mit Lautsprechern, deren Schall in den Gehörgang geleitet wird. Hörimplantate richten sich speziell an schwerhörige Menschen, die nicht von der Schallverstärkung eines konventionellen Hörgerätes profitieren. Außerdem eignen sie sich für Patienten, die an einem speziellen Hörverlust leiden, zum Beispiel eine sensorineurale, kombinierte oder Schallleitungsschwerhörigkeit. Hörimplantate überbrücken den nicht funktionierenden Teil des Gehörs. Das am weitesten verbreitete Hörimplantat – und damit die häufigste Alternative zum Hörgerät – ist das Cochlea-Implantat (CI). Das Hörimplantat wird operativ, bei einem kleinen Routineeingriff, hinter das Ohr unter die Haut eingesetzt.

Laut der EuroTrak-Studie 2018 leben hierzulande 5,8 Millionen Erwachsene mit einem beeinträchtigenden Hörverlust, 37 Prozent dieser Menschen tragen ein Hörgerät. Nicht immer reichen die technisch hochentwickelten Hörgeräte jedoch aus, damit Menschen wieder gut hören. Sie haben dann trotz modernem Hörsystem Probleme mit anderen Menschen zu kommunizieren. Für diese Menschen wird Hören und Verstehen zu einem echten Kraftakt. Viele ziehen sich zunehmend aus dem sozialen Leben zurück und nehmen zum Teil schwerwiegende Folgen in Kauf.

Was ist ein Cochlea-Implantat?

Ein Cochlea-Implantat (CI) ist eine elektronische Innenohrprothese, welche die ausgefallenen Innenohrstrukturen ersetzt und Hören dadurch wieder ermöglicht. Es wird im Rahmen einer CI-Implantation unter die Kopfhaut hinter dem Ohr platziert. Der Elektrodenträger des Implantats wird in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt. Es ersetzt so die Funktion der fehlenden oder beschädigten Sinneszellen in der Hörschnecke, die bei Normalhörenden mechanische in elektrische Reize umwandeln. Der Hörnerv wird direkt stimuliert. Nach einigen Wochen und durch ein umfassendes Hörtraining können CI-Nutzer in der Regel wieder hören und verstehen.

Cochlea-Implantat-Versorgung in Deutschland

In modernen Industrieländern hat sich die CI-Versorgung mittlerweile etabliert, gerade dann, wenn Hörgeräte nicht mehr helfen. In Deutschland werden bereits seit mehr als 30 Jahren Cochlea-Implantate eingesetzt. Mittlerweile werden jährlich etwa 3.000 CI-Implantationen durchgeführt. Rund 40.000 Deutsche tragen ein Cochlea-Implantat (CI). Statistiken zum Grad der Schwerhörigkeit in der deutschen Bevölkerung lassen vermuten, dass mehr als eine Millionen Menschen mit einem Cochlea-Implantat eine erhebliche Verbesserung ihrer Hörleistung erfahren würden. Weil sich die Technik der Cochlea-Implantate immer weiter verbessert und gleichzeitig das CI immer bekannter wird, ist davon auszugehen, dass die Zahl der CI-Träger in den nächsten Jahren weiter ansteigt.

Quelle: https://www.l3s.de/de/projects/big-data-fuer-cochlea-implantate

Weitere Hörimplantate für verschiedene Störungen des Hörsinns

Neben dem Cochlea-Implantat gibt es noch weitere Hörimplantate, wie Knochenleitungsimplantate, Mittelohrimplantate und Hirnstammimplantate.

  • Knochenleitungsimplantate werden bei Schallleitungs- und kombinierter Hörminderung eingesetzt.
  • Mittelohrimplantate überbrücken die unterbrochene Übertragung von Schallschwingungen im Mittelohr.
  • Hirnstammimplantate ersetzen durch eine elektrische Reizung des noch funktionsfähigen Hörkerns (Nucleus cochlearis) im Hirnstamm einen nicht mehr funktionierenden Hörnerv.

Lesen Sie in unserem Erfahrungsbericht von Michael Schwaninger, wie ihm mit Cochlea-Implantaten eine „akustische Wiedergeburt“ gelang.

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