Unbeschwert Reisen mit Hörimplantat

Unbeschwert Reisen mit Hörimplantat

So werden die Ferien mit Hörsystemen zum Vergnügen

Reisen mit Hörimplantat: Urlaubszeit ist die schönste Zeit. Mit diesen Tipps können Sie das Reisen mit Hörimplantatent unbeschwert genießen.

Reisen mit Hörimplantat sind kein Problem. Mit diesen Tipps starten Sie völlig unbeschwert in die Ferien.

Tipps für den Urlaub mit Hörsystemen – Was sollte man beim Reisen mit Hörimplantaten beachten?

Stellen Sie sicher, dass Ihnen nicht der Strom ausgeht

Viele Audioprozessoren von Cochlea-Implantaten (CI) und anderen Hörsystemen lassen sich sowohl mit Batterie als auch mit Akkus betreiben. Wir empfehlen Ihnen beim Reisen mit Hörimplantat immer mehr Batterien einzupacken, als Sie eigentlich benötigen. So sind Sie für unvorhergesehenen Situationen gerüstet.

Die meisten Prozessor-Akkus wurden so entwickelt, dass sie mit verschiedenen Stromanschlüssen auf der ganzen Welt funktionieren. Dann müssen Sie keinen zusätzlichen Spannungsumformer mitnehmen. Denken Sie allerdings an die Adapter für die unterschiedlichen Steckdosen.

Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie an Ihrem Urlaubsort eine verlässliche Stromquelle haben, nehmen Sie ein tragbares Ladegerät mit, das über ein USB-Kabel an Ihren Akku angeschlossen werden kann. Auch im Auto lässt sich der Akku via USB-Anschluss aufladen, oder, wie auch das Handy, mit einem Adapter, der an den Zigarettenanzünder des Wagens angeschlossen wird.

Funktionstüchtig bei unterschiedlichen Umweltbedingungen – aber vor Nässe und Feuchtigkeit schützen

Viele Urlauber fragen sich beim Reisen mit Hörimplantaten, ob sich Umweltbedingungen auf die Funktionen des Audioprozessors auswirken. Grundsätzlich sind Audioprozessoren für eine hohe Funktionstüchtigkeit in vielen verschiedenen Umgebungen entwickelt. Sie sind meist gut vor Staub und Feuchtigkeit geschützt. Trotzdem stellt Feuchtigkeit im Allgemeinen die größte Herausforderung dar, denn Nässe, einschließlich Schweiß, kann die Funktionstüchtigkeit von Audioprozessoren beeinträchtigen. Vergessen Sie deshalb nicht, Ihr Trocknungs- und Aufbewahrungsset einzupacken, regelmäßig zu benutzen und die grundlegenden Pflegehinweise für Ihre Hörimplantate zu befolgen.

Wenn Sie stark schwitzen, sollten Sie nach dem Sport in der Trockenbox überschüssige Feuchtigkeit von Ihrem Audioprozessor entfernen.

Setzen Sie Ihren Audioprozessor zudem keiner direkten Sonneneinstrahlung aus und vermeiden Sie möglichst extreme Temperaturen. Denn niedrige Temperaturen können sich auf die Betriebszeit auswirken. Wenn das Gerät hinter dem Ohr getragen wird, gilt das allerdings nur unter Extrembedingungen.

Urlaubssport und Aktivität genießen – geschützt vor Sand

Sport ist mit Hörimplantaten kein Problem, wenn Sie Ihren Audioprozessor ausreichend vor Nässe, Staub und Sand schützen. Laufen, Tanzen, Yoga oder Gymnastik sind auch am Strand wie gewohnt möglich. Legen Sie einfach los. Beim Beachvolleyball können Sie ein Sport-Stirnband oder eine Schutzhülle tragen, um Sand vom Audioprozessor fernzuhalten. Das schützt den Audioprozessor auch bei anderen Intensivsportarten oder Sportarten mit Kontaktpotenzial, wie beispielsweise Fußball oder Handball.

In der Regel sind Cochlea-Implantate und andere Hörsysteme sehr robust. Sportarten mit Helm wie Fahrradfahren oder Skifahren sind deshalb überhaupt kein Problem, im Gegenteil, der Helm schützt den Audioprozessor. Wichtig ist, dass er fest und bequem sitzt und keinen Druck auf das Implantat oder den Audioprozessor ausübt.

Ab ins kühle Nass: Schwimmen, Tauchen und andere Wassersportarten

Beim Schwimmen und anderen Wassersportarten sind Hörimplantat kein Hindernis. Während früher dazu immer der Audioprozessor abgenommen werden musste, gibt es mittlerweile längst wasserdichte Systeme, mit denen Sport mit CI im Wasser noch mehr Spaß macht. Meist liegt eine Silikonschutzhülle über dem Audioprozessor, dem Sendespulenkabel sowie der Sendespule und deckt diese komplett ab. Es empfiehlt sich, eine Badekappe über dem Prozessor zu tragen, damit er fest anliegt und nicht verloren gehen kann. Auch Sport-Tauchen ist mit Cochlea-Implantaten bis maximal 40 Meter (maximal 5 Bar Druck) möglich.

Wen sollten Sie beim Reisen mit Hörimplantat informieren?

Am besten fragen Sie im Voraus, ob das Hotel über Zimmer verfügt, die für gehörlose Menschen ausgestattet sind, zum Beispiel mit einem visuellen Feueralarm oder Vibrationsweckern. Es ist empfehlenswert, z. B. Hotelmitarbeiter oder die Reiseleitung zu informieren, falls Sie Hilfe brauchen.

Checkliste für das Reisen mit Hörimplantat

Neben dem Audioprozessor, den Sie tragen, sollten Sie diese Dinge im Urlaub nicht vergessen, wenn sie ein Hörsystem tragen:

  • Patientenausweis für Ihr Hörimplantat
  • Fernbedienung
  • Ersatzbatterien in ausreichender Stückzahl
  • Ersatzakku und Ladegerät
  • Ersatzspulenkabel
  • Audioprozessor-Tester
  • Trocknungssystem
  • Reinigungsbürste
  • Teleschlinge, falls Sie diese nutzen
  • Kontaktdaten des nächstgelegenen Krankenhauses mit HNO-Abteilung oder der nächstgelegenen Niederlassung Ihres Hörsystem-Herstellers
  • eine ausgedruckte oder digitale Kopie der Einstellungen Ihres Audioprozessors, falls Sie den Rat eines Audiologen einholen müssen
  • einen Vibrationswecker, wenn Sie alleine reisen
  • Für den Bade- und Strandurlaub: Wasserdichte Schutzhülle für Ihren Audioprozessor, damit Sie auch im Wasser gut hören.
  • Für Sportler: Sportstirnband oder Schutzhülle, passender Helm, beispielsweise zum Fahrradfahren

Flugreisen mit Hörimplantat – was sollten Sie beachten?

Es gibt sogar einen speziellen Gehörschutz, mit dem das Fliegen viel angenehmer ist – auch für Menschen, die keine Hörsysteme tragen. Viele Menschen mit Hörimplantaten fliegen regelmäßig ohne das geringste Problem. Sicherheitshalber sollten Sie sich dennoch im Voraus bei der Fluggesellschaft informieren, ob es spezielle Vorschriften für Hörimplantate oder Batterien gibt. Zum Beispiel schreibt die Federal Aviation Administration (FAA) in den USA vor, dass sämtliche Batterien oder Batterieladegeräte, die Lithium enthalten, nur im Handgepäck mitgeführt und nicht in den Frachtraum des Flugzeugs geladen werden dürfen – außer, sie befinden sich in einem elektronischen Gerät. Der Grund: Sie stellen ein potenzielles Brandrisiko dar, das im Frachtraum schwieriger einzudämmen wäre als in der Kabine.

Nehmen Sie sämtliches Zubehör für Ihr Implantat mit ins Handgepäck

Denn so haben Sie alles, was Sie brauchen, schnell zur Hand. Und falls Ihr Hauptgepäck verspätet eintrifft oder verloren geht, können Sie trotzdem weiterhin hören.

Mit dem Audioprozessor durch den Metalldetektor am Flughafen

Müssen Sie den Audioprozessor abnehmen, bevor Sie durch den Metalldetektor am Flughafen gehen? Nein – Sie können mit Ihrem Audioprozessor durch den Metalldetektor gehen, er wird nicht beschädigt. Allerdings hören Sie aufgrund elektromagnetischer Interferenzen möglicherweise ein schwaches Geräusch. Auch der Handscanner schädigt weder das Implantat noch den Prozessor. Dass ein Alarm ausgelöst wird, ist sehr unwahrscheinlich. Im Körperscanner sind Prozessor und Implantat natürlich erkennbar. Zeigen Sie den Mitarbeitern deshalb Ihren Patientenausweis und erklären Sie, dass es sich um ein Hörimplantat handelt, damit diese Ihre Situation mit dem Implantat-System kennen.

Falls Sie den Audioprozessor doch abnehmen, denken Sie daran, das Personal wissen zu lassen, dass Sie nichts hören können, bis Sie ihn wieder angelegt haben. Im Idealfall sollten Sie vermeiden, dass der Audioprozessor den Röntgenscanner durchläuft. Denn es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass dabei die Mikrofone beschädigt werden. Stattdessen können Sie darum bitten, dass Ihr Audioprozessor manuell überprüft wird. Falls Sie einen Scanner durchlaufen, achten Sie darauf, dass sich die Audioprozessoren in einem elektrostatisch ungeladenen Behälter, z. B. einer Stofftasche, befinden, um eine Beschädigung durch statische Elektrizität zu vermeiden.

Muss der Audioprozessor bei Start und Landung ausgeschaltet werden?

Die Sicherheitsrichtlinien der European Aviation Safety Agency (EASA) und der FAA empfehlen, dass Fluglinien in allen Phasen des Flugs, einschließlich Start und Landung, Audioprozessoren im angeschalteten Zustand zulassen sollten. Fragen Sie aber besser bei der jeweiligen Fluggesellschaft nach. Falls Sie Ihren Audioprozessor während des Flugs doch ausschalten, lassen Sie das Bordpersonal wissen, dass Sie eventuelle Sicherheitsdurchsagen dann nicht hören können.

Wenn Sie sich Sorgen darüber machen, Fluginformationen zu verpassen, melden Sie sich bei der Fluggesellschaft für den Erhalt von Handy-Mitteilungen über Gate-Änderungen, Verspätungen oder Boarding-Aufrufe an. Und halten Sie Ausschau nach dem Induktionsschleifen Symbol, welches anzeigt, dass der jeweilige Bereich mit einer Hörschleife ausgestattet ist. Sie blendet Hintergrundgeräusche aus, was das Hören in lauter Umgebung erleichtert.

Musik- und Filmkanäle während des Flugzeugs hören

Sie können Ihren Audioprozessor während des Flugs über ein Audioeingangskabel mit Hilfe des Klinkensteckers mit dem Bordunterhaltungssystem verbinden. Manchmal wird dazu ein Adapter benötigt

Was tun, wenn etwas schiefgeht?

Es ist immer sinnvoll, Ersatzteile mitzunehmen. Viele Anbieter von Hörsystemen bieten dazu Urlaubs- oder Leihsets an. Vergewissern Sie sich besser auch im Voraus, wo das nächstgelegene Krankenhaus mit HNO-Abteilung oder die nächste Niederlassung zu finden ist, damit Sie im Notfall schnell Hilfe erhalten. Die entsprechenden Einzelheiten dazu können Sie bei Ihrem Anbieter erfragen.

Und nun ab in die Ferien und gute Reise mit Hörimplantat!

Weitere Informationen zum Sport mit Hörgeräten und Reisen mit Hörimplantat finden Sie hier und hier.

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