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Tauchen mit Hörgeräten

Wie ein Fisch im Wasser

Sport zählt für viele Menschen heute zu ihrem Alltag und ist Ausdruck von Wohlbefinden und Lebensqualität. Das gilt für alle Menschen, unabhängig davon, ob sie Hörgeräte tragen oder nicht. Beim Tauchen gibt es allerdings einiges, das Hörgeräte-Träger und normal Hörende rund um ihre Ohren beachten sollten.

Magisch bunte Fische, glitzernde Korallenriffe, unergründliche Tiefen, in denen geheimnisvolle Schätze funkeln: Die Unterwasserwelt birgt ihren ganz eigenen, faszinierenden Zauber – und unterliegt ihren eigenen Gesetzen. Das Wasser übt nämlich einen wesentlich höheren Druck auf den menschlichen Körper aus, als wir das über Wasser gewohnt sind. Beim Tauchen muss man daher lernen, diesen höheren Druck auf die Ohren regelmäßig auszugleichen.

„Der Druck auf Ohren und Nebenhöhlen zählt mit zu den größten Risiken des Freitauchens, damit kein Trommelfellriss entsteht. Daher haben wir Freitaucher einen ganz großen Bezug zum Ohr“, erklärt Werner Giove. Er ist Tauchlehrer und hat sich mit seiner Tauchschule Freedive Academy auf das sogenannte Freitauchen – das Tauchen ohne technische Hilfsmittel wie Pressluft-Flaschen – spezialisiert. Die Besonderheit des Freitauchens: Freedive-Fans holen einmal Luft und versuchen, mit einem Atemzug in möglichst weite Tiefen vorzudringen. Dabei ist der Umgebungsdruck schon in einer Tiefe von zehn Metern etwa doppelt so hoch wie über Wasser.

Neuralgischer Punkt und Sicherheitsnetz

„Um den Druck auszugleichen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die die Freitauch-Schüler bei uns lernen. Eine relativ simple Technik ist es, Luft aus dem Mund-Nasen-Rachen-Raum über die Eustachische Röhre  in Nebenhöhlen und Mittelohr zu bringen“, sagt Giove, Betreiber eines der größten Freitauchzentren in Deutschland. „Deshalb sind unsere Ohren gerade für Freitauch-Anfänger nicht nur neuralgischer Punkt, sondern auch Sicherheitsnetz. Denn wenn ich nicht mehr genug Luft habe, um den Druck in den Ohren auszugleichen, wird sie vermutlich auch zu knapp für den Rückweg an die Wasseroberfläche.“ Das Tragen von Hörgeräten ist dabei nicht hinderlich – vorausgesetzt, sie sind wasserdicht und verschließen den Gehörgang nicht komplett. „Davon abgesehen ist es wichtig, die Tauchtauglichkeit von einem HNO-Arzt  vor dem Tauchgang abklären zu lassen.

Unterwegs in den Tiefen des Meeres – auch mit Hörgeräten.
Unterwegs in den Tiefen des Meeres – auch mit Hörgeräten.

Entscheidend ist beispielsweise, ob das Trommelfell beweglich ist. Ist es das nicht, kann kein Druckausgleich in den Ohren stattfinden, und damit ist die Tauchtauglichkeit nicht gegeben“, so Freitauch-Profi Giove.

Falls Sie die Unterwasserwelt fasziniert und Sie gerne abtauchen wollen, berät Sie ein Hörakustiker in Ihrer Nähe  gerne bei der Auswahl eines Hörgerätes, das Sie problemlos dabei tragen können.

Sie sind sportlich aktiv und wollen wissen, worauf Sie als Hörgeräte-Träger dabei achten müssen? Hier haben wir für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst, wie Sie Ihr Hörgerät nach dem Sport reinigen sollten und bei welchen Sportarten sich besondere, zum Beispiel wasserfeste Modelle empfehlen.

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