Skateboarding macht Kinder mit Hörminderung stark

Skateboarding macht Kinder mit Hörminderung stark

Inklusiver Skatepark in Namibia eröffnet

Der „Vater der deutschen Skateboard-Szene“ schafft mit einem Skatepark für Kinder mit Hör-, Seh- und geistiger Behinderung in Namibia Raum für Inklusion.

Als Titus Dittmann Ende der 70er Jahre das Skateboard für sich entdeckte, waren die Bretter auf Rädern in Deutschland noch kaum bekannt, geschweige denn in großem Stil erhältlich. Um Boards und Equipment für seinen kleinen Laden „Titus Rollsport“ in Münster zu besorgen, nahm er regelmäßig die weite Reise nach Kalifornien auf sich. Seither sind einige Jahre ins Land gegangen, in denen das Unternehmen Titus zum führenden Einzelhändler mit Skateboards und Streetware geworden ist.

Inklusion mit dem Skateboard

Doch Titus ist nicht nur Unternehmer, sondern möchte auch etwas weitergeben, was er selbst schon früh erfahren hat: die integrative Kraft des Skateboardings. Denn das Skateboard kennt keine soziale Herkunft, Ethnie, Sprache oder Religion – es lässt sich in Afghanistan oder Afrika genauso gut zur Kinder- und Jugendhilfe einsetzen, wie bei Projekten in Deutschland. Und das Stehen eines Tricks auf dem Board gibt richtig Selbstvertrauen – besonders Kindern, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind.

Titus Dittmann
Titus Dittmann

Für sie hat skate-aid in diesem Jahr den ersten inklusiven Skatepark in Namibia eröffnet. Auf dem Gelände von Schulen für Kinder mit Hör-, Seh- und geistiger Behinderung ist der Skatepark ganz auf Inklusion ausgerichtet. „Skateboarding macht nicht nur Kinder stark, sondern hat auch die Kraft der Integration und Inklusion.“ Indem sie zusammen skaten, verschwinden soziale Grenzen und der gemeinsame Spaß stehe im Vordergrund, so der Skateboard-Pionier.

Die Stärke, seine Schwächen anzunehmen

Titus Dittmanns Engagement für hörgeminderte Kinder kommt nicht zufällig. Eine wilde Jugend, in der es als cool galt beim Musikkonzert oder in der Disco immer genau vor der lautesten Box zu stehen, forderte ihren Tribut. „Es wurde für mich immer schwieriger den Gesprächen zu folgen, insbesondere in Meetings“, erinnert sich der heute 70-Jährige. Im Umgang mit der eigenen Schwerhörigkeit hat er etwas Zentrales gelernt: die Akzeptanz. Schließlich gibt es keinen Grund auf Hörhilfen zu verzichten – sie machen das Leben leichter. „Hörgeräte sollten genauso selbstverständlich sein wie eine Brille!“, sagt Titus über die kleinen Technikwunder. Die Stärke, seine Schwächen anzunehmen und damit umzugehen, möchte Titus den Kindern durchs Skaten weitergeben.

Mehr über Titus Dittmann erfahren Sie in unserem Beitrag „Skateboard-Pionier mit Hörhilfen.“

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