Tinnitus Behandlung: Therapien gegen Tinnitus | Ihr-Hörgerät.de

Tinnitus Behandlung

Therapien gegen akuten, chronischen und objektiven Tinnitus

Mit der Diagnose Tinnitus muss kein Mensch ohne medizinische Behandlung und psychosoziale Unterstützung leben. Die Ohrgeräusche sind Warnsignale und Symptome für eine Erkrankung, die behandelt werden kann und muss.

Behandlung eines akuten Tinnitus

Zur Behandlung eines akuten Tinnitus ohne konkrete Ursache setzen Ärzte oft das Kortisonpräparat Prednisolon als Tabletten oder Infusion ein, das einem körpereigenem Hormon nachempfunden ist. Es dient dazu, den Zellstoffwechsel in den Hörzellen und die Leitfähigkeit der Hörbahnen zu verbessern. Ist eine Mittelohrentzündung wahrscheinlich Auslöser des Tinnitus, kommen hingegen meist Antibiotika zum Einsatz.

Ein Knalltrauma und Lärm sind Tinnitus-Ursachen, die sofort behandelt werden müssen – mit Infusionen oder einem operativen Eingriff, um Schäden am Trommelfell und im Innenohr zu beheben. Häufig können Tinnitus und Schwerhörigkeit mit der Therapie behoben werden. Bleiben die Ohrgeräusche dennoch nach mehreren Wochen, setzen Mediziner oft auf eine Sauerstoff-Überdrucktherapie. Dabei sollen sich die geschädigten Hörzellen in einer Druckkammer bei Überdruck und erhöhter Sauerstoffzufuhr erholen.

Tinnitus Behandlung

Behandlung eines chronischen Tinnitus

Entwickelt sich der Tinnitus chronisch, wird er mittels Hörgerät und gezielten Tinnitus-Therapien behandelt. Obgleich man bei der Behandlung von Ohrgeräuschen zunächst nicht an ein Hörgerät denkt, gibt es spezielle Hörhilfen, die genau dafür entwickelt wurden. Denn Tinnitus-Patienten sind meist auch schwerhörig. Genügt ein Hörgerät alleine nicht, damit die Betroffenen ihre Umgebung wieder akustisch wahrnehmen können, kann die Hörhilfe zusätzlich mit einem sogenannten Tinnitus Noiser kombiniert werden. Einige Hörgeräte integrieren diese Funktion direkt. Tinnitus Noiser überdecken oder ersetzen die störenden Geräusche durch positive Gegenklänge, etwa Musik oder Meeresrauschen, die der Träger selbst auswählen kann. Das Noiser-Geräusch ist allerdings leiser als der Tinnitus, sodass das Gehirn nach und nach lernt, sich nicht mehr darauf zu fixieren, sondern seine Umgebung wieder wahrzunehmen.

Behandlung eines objektiven Tinnitus

Ein objektiver Tinnitus kann meist durch die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung verbessert oder entfernt werden. Gefäßstörungen oder Gefäßverengungen lassen sich in der Regel operativ beseitigen, Muskelzuckungen mit Medikamenten oder der Durchtrennung des betroffenen Muskels unterdrücken. Zur Korrektur von Blockaden in der Halswirbelsäule oder des Kiefers reichen meist therapeutische Übungen oder Massagen. Anschließend besteht eine hohe Chance, dass der Tinnitus verschwindet.

 

Ergänzende Behandlung eines Tinnitus

Unabhängig von der Art des Tinnitus und der Erkrankungsphase sollten Entspannungstechniken genutzt werden. Dies verringert die Konzentration auf die Geräusche. Zu möglichen Techniken gehören autogenes Training, Biofeedback oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Ebenfalls entspannend wirkt eine Musiktherapie. Hier erzeugen Lieblingslieder positive Erinnerungen. Anschließend sollen Variationen dieser Melodien helfen, das Gehör mit bewusstem Hören von Klängen zu schulen. Bei vielen Tinnitus-Patienten wird das Ohrgeräusch dadurch leiser und als weniger lästig empfunden.

 

So können sich Patienten selbst helfen

Eine erfolgreiche Behandlung des Tinnitus setzt aber immer die Mitwirkung des Betroffenen voraus. Er sollte insbesondere alle Faktoren vermeiden, die das Gehör belasten oder gar schädigen können. Dazu gehört vor allem Lärm – etwa laute Musik über Kopfhörer, Maschinen wie Kettensägen oder lärmende Staubsauger sowie offene Fenster an einer belebten Hauptstraße.

 

Betroffene können aber auch prüfen, ob private oder berufliche Konfliktsituationen bestehen und diese versuchen, zu bewältigen oder gelassener zu nehmen. Stress jeglicher Form sollte möglichst vermieden werden. Lässt sich das Problem nicht selbst lösen, helfen eventuell eine psycho- oder verhaltenstherapeutische Unterstützung sowie Selbsthilfegruppen.

Ergänzend können Aktivitäten helfen, die dem Betroffenen „gut tun“, zum Beispiel leichter Ausdauersport oder ruhige Hobbys. Vor allem beim Einschlafen kann leise Musik von den Tinnitus-Geräuschen ablenken. Auch eine ausgewogene Ernährung sowie weitgehender Verzicht auf Alkohol und Tabak unterstützen die Behandlung. Zudem können in bestimmten Fällen Hörgeräte die Behandlung des Tinnitus durch ein verbessertes Hörvermögen unterstützen. Dies ist mit einem HNO-Arzt oder Hörakustiker abzuklären.

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