E-Bikes erfordern gesteigerte Aufmerksamkeit

E-Bikes erfordern gesteigerte Aufmerksamkeit

Sicher und entspannt Radfahren dank gutem Gehör

Die Freizeitmöglichkeiten sind gerade deutlich eingeschränkt. So erfreut sich Joggen und Radfahren immer größerer Beliebtheit, insbesondere auf dem E-Bike. Das höhere Tempo erfordert hohe Aufmerksamkeit und ein gutes Gehör.

Auf einen Blick

  • Höhere Geschwindigkeit der E-Bikes birgt Gefahrenpotenziale
  • Sicher Radfahren erfordert ein gutes Gehör
  • Tipps beim Kauf eines E-Bikes für Senioren
  • Die wichtigsten Verkehrsregeln für Biker

Wanderer, Jogger, Spaziergänger mit Hund oder die Familie, die gerade eine Schnitzeljagd macht und natürlich Radfahrer – auf unseren Ausflugswegen ist derzeit eine ganze Menge los. Damit es hier nicht zu unliebsamen Zwischenfällen kommt, müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen. Hinzu kommt, dass viele Menschen E-Bikes nutzen und so mit einer viel höheren Geschwindigkeit unterwegs sind. Das bringt Risiken mit sich – für den Fahrer selbst, aber auch für andere Freizeit-Sportler. Sicher Radfahren kann nur, wer Situationen rechtzeitig erkennt. Dazu ist auch ein gutes Gehör notwendig.

E-Bikes immer beliebter

Insbesondere Senioren sind immer öfter mit dem E-Bike unterwegs. Gerade Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, bei denen die Fahrer noch selbst in die Pedale treten müssen, sind bei ihnen sehr beliebt. Wie der Fahrrad Monitor 2019 des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zeigt, beabsichtigen 42 Prozent der potenziellen Käufer in den kommenden zwölf Monaten den Kauf eines Pedelecs. Kein Wunder, denn damit lassen sich auch Hügel und Berge ganz bequem mit dem Fahrrad erklimmen. Und gerade Senioren bleiben dank der elektrischen Unterstützung auch bei größeren Entfernungen mobil und weiter sportlich aktiv. Eine Umfrage der Allianz Versicherung belegt jedoch auch, dass die Gefahr eines tödlichen Unfalls mit einem E-Bike deutlich höher ist als mit einem normalen Fahrrad ohne Motor. Denn die erhöhte Geschwindigkeit stellt höhere Anforderungen an die Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Um richtig zu reagieren ist ein gutes Gehör Grundvoraussetzung.

Was Senioren beim Kauf eines E-Bike beachten sollten?

  • Ein E-Bike mit einer Geschwindigkeit bis 25 km/h gilt als „Fahrrad“ und darf auf Rad- und Waldwegen gefahren werden. Ein E-Bike mit einer höheren Maximalgeschwindigkeit ist verkehrstechnisch kein Fahrrad. Es gilt dann die Straßenverkehrsordnung, nach der sich Mopedfahrer richten müssen.
  • Es gibt drei verschiedene Antriebsformen: Front-, Heck- und Mittelmotor. Der Mittelmotor lässt sich besonders einfach handhaben und hat zudem einen zentralen, tiefen Schwerpunkt. Daher eignet sich diese Antriebsform besonders gut für Senioren.
  • E-Bikes haben in der Regel hydraulische Bremsen, die sehr effizient sind, um die teilweise hohen Geschwindigkeiten auch entsprechend abzubremsen. Ein zu abruptes Bremsen kann leicht zu Stürzen führen. Daher ist es empfehlenswert ein E-Bike mit Antiblockiersystem (ABS) zu kaufen, das macht das Bremsen sicherer.
  • Empfehlenswert ist auch ein Rahmen ohne Oberrohr, der einen tiefen Einstieg ermöglicht und so das Auf- und Absteigen erleichtert.

Gutes Gehör ist im Straßenverkehr überlebenswichtig

Sitzt man auf dem Fahrrad und hört ein herannahendes Auto nicht, kann das schnell gefährlich werden – insbesondere dann, wenn man die Straße kreuzen möchte. Aber auch als Fußgänger, der zum Beispiel die Klingel des näherkommenden Fahrrades oder E-Bikes nicht hört, erschrickt man sich sehr schnell, wenn ein E-Bike vorbeifährt. Man erlebt das als Radfahrer auch öfter, wenn man an Joggern vorbeifährt, die einen nicht wahrnehmen, weil sie Musik über Kopfhörer hören. Wer sich erschreckt, kann leicht falsch reagieren, in die falsche Richtung ausweichen und so dem Radfahrer direkt in die Spur laufen. Dann sind Stürze und auch schwerere Verletzungen nicht ausgeschlossen.

Gute Augen allein reichen nicht aus

Ein weiterer Gefahrenpunkt ist, dass das Sehen zum Einschätzen von Entfernungen oder Geschwindigkeiten allein in der Regel nicht ausreicht. Erst optische und akustische Reize zusammen geben die Situation richtig an unser Gehirn wieder. Die Beispiele zeigen, wie entscheidend ein gutes Gehör für unsere Wahrnehmung, die richtige Einschätzung im Straßenverkehr und sicheres Radfahren ist. Denn um festzustellen, woher ein Geräusch kommt, sind beide Ohren notwendig. Hört man nur einseitig gut, ist die Ortungsfähigkeit bereits sehr eingeschränkt und die rechtzeitige Wahrnehmung von Gefahrenquellen wird stark eingeschränkt. Daher ist es empfehlenswert einen Hörtest zu machen, wenn Sie feststellen, dass Sie Schwierigkeiten damit haben, Ihre Umgebung richtig wahrzunehmen. Denn auch wenn Sie eine Hörminderung haben und sich nur bedingt auf Ihr Gehör verlassen können, ist es möglich, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Moderne Hörgeräte unterstützen Sie dabei, sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen und gleichen Ihr Hörhandicap aus. Dann ist sportliches und sicheres Radfahren möglich. Genießen Sie so den Frühling und Sommer auf Ihrem Fahrrad oder E-Bike!

Die wichtigsten Verkehrsregeln für E-Biker

  1. Fahrradfahrer und E-Biker auf Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen, müssen Sonderwege, die als Radwege ausgeschildert sind, nutzen.
  2. Das Verkehrszeichen „Radfahrer absteigen“ gilt nur als Empfehlung. E-Biker, die an eine Baustelle kommen, die den Radweg versperrt, dürfen auf die Fahrbahn ausweichen.
  3. Auch Radfahrer müssen sich an das Rechtsfahrgebot halten, das gilt auch für die Benutzung von Radwegen.
  4. Radfahrer dürfen auf Bundesstraßen fahren, wenn es keinen Radweg gibt und es sich nicht um eine Kraftfahrstraße handelt.
  5. Radfahrer und E-Biker dürfen an wartenden Autos vorbeifahren, wenn das mit dem notwendigen Abstand – etwa einem Meter – erfolgen kann.
  6. Gibt es einen Fahrradweg für Linksabbieger, sollten Biker diesen auch befahren.
  7. Wer sein Fahrrad über einen Zebrastreifen schiebt, hat Vorfahrt gegenüber Autofahrern. Wer hingegen mit dem Fahrrad drüber fährt, muss warten.
  8. E-Bikes, die bauartbedingt eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h überschreiten, gelten verkehrstechnisch nicht als Fahrräder. Sie unterliegen der Straßenverkehrsordnung, nach der sich auch Mopedfahrer richten müssen. Sie dürfen nicht auf Wald- und Radwegen fahren, sondern müssen die Straße benutzen.
  9. Telefonieren und das Schreiben von Textnachrichten sind beim Radfahren verboten.
  10. Fahrräder und E-Bikes, die auf öffentlichen Straßen unterwegs sind, müssen mit einer Klingel ausgestattet sein.
  11. Auch bei Tag müssen Fahrräder eine funktionsfähige Beleuchtung haben.
  12. Für Erwachsene ist das Befahren des Gehwegs verboten, für Kinder unter 8 Jahren ist dies jedoch verpflichtend. Bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres dürfen Kinder noch auf dem Gehweg fahren.

Wie Sie trotz Ihrer Hörschädigung gut durch den Straßenverkehr kommen, erfahren Sie hier.

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