Was tun, wenn Mama, Opa oder der Partner schlecht hören?

Was tun, wenn Mama, Opa oder der Partner schlecht hören?

Tipps für Freunde und Familie zum Umgang mit Schwerhörigkeit

Wer schwerhörig ist, kapselt sich oft ab. Das ist dann nicht nur für den Betroffenen nicht schön und kann problematisch werden, auch für die Familienmitglieder und Freunde ist das keine leichte Situation. Wie sollen sie am besten damit umgehen?

Altersschwerhörigkeit ist eine der häufigsten Formen des Hörverlustes. Doch der Begriff ist etwas irreführend. Denn oft büßen Menschen schon ab dem 30. bis 40. Lebensjahr ihr gutes Gehör langsam ein. So leiden rund 14 Prozent der Erwachsenen und die meisten über 80-Jährigen unter „Altersschwerhörigkeit“.

 

Schwerhörigkeit erkennen – und handeln

Die Menschen um sie herum können dies relativ leicht erkennen. Sie müssen Gesagtes häufiger wiederholen. Der Fernseher oder das Radio laufen immer lauter. Der Betroffene zieht sich stärker von der Gesellschaft zurück und spricht mit anderen nur noch einzeln in einem ruhigen Zimmer.

Mit der Zeit möchten Angehörige schon von sich aus das Familienmitglied darauf ansprechen. Doch wie sollen sie das am besten tun, ohne die Ehefrau/den Ehemann, den Vater/die Mutter oder die Oma/den Opa zu beleidigen? Viele Menschen neigen dazu, auch objektive Kritik persönlich zu nehmen. Ehepartner schweigen daher meist aus Rücksicht und übernehmen das Telefonieren oder die „Übersetzung“ von Gesprächen bei Familienfeiern. Auch Ausreden wie „Mein Mann/meine Frau fühlen sich nicht wohl“, werden häufig eingesetzt. Dies mag zwar eine gewisse Zeit wirken, doch langfristig kapselt sich dann oft auch der Ehepartner mit ab. Das kann nicht die Lösung sein.

 

Nicht schweigen, reden – aufeinander achten und so helfen

Um Einsamkeit, Frustration, Missverständnisse oder ungerechtfertigte Schuldgefühle zu vermeiden, können alle Familienmitglieder helfen. Bei Gesprächen können von Anfang an störende Hintergrundgeräusche ausgeschalten oder zumindest reduziert werden. Und schon bei der ersten Nachfrage gilt es, konzentriert zuzuhören. Gesprächspartner können auch auf eine langsame, klare Aussprache achten und Gesagtes von sich aus wiederholen, wenn sie durch Blickkontakt Unverständnis erkennen. Das erleichtert dem Betroffenen oft die Situation, weil zu häufiges und unangenehmes Nachfragen direkt verhindert wird.

Trotz allem ist gerade bei fortschreitendem Hörverlust ein Gespräch zum Thema unvermeidlich. Auch hier helfen Fingerspitzengefühl und Respekt und dem Angehörigen von Anfang an Verständnis und Unterstützung signalisieren. Sie wollen schließlich helfen und nicht kritisieren. Haben Sie das Thema erfolgreich angeschnitten, können Sie auch anbieten, sich gemeinsam über das Thema zu informieren, einen Online-Hörtest zu machen und zusammen zum HNO-Arzt oder Hörakustiker zu gehen. Denn wir kennen es doch alle: wenn es uns nicht gut geht, ob gesundheitlich oder nicht, ist es immer schön, unterstützende Menschen neben sich zu wissen.

Falls Ihr Mann, die Mama oder der Opa Hörgeräte  benötigen, können Sie ihnen die Angst davor nehmen und mit gutem Zureden helfen. Aber auch nach der Eingewöhnungsphase sind mit Hörgeräten nicht automatisch alle Probleme aus der Welt geschafft. Es bleibt weiterhin wichtig, neue Kommunikationsgewohnheiten zu entwickeln und auf Augenhöhe miteinander zu sprechen.

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