Vom Ohr in den Kopf: Lärmprävention für bessere Noten

Vom Ohr in den Kopf: Lärmprävention für bessere Noten

Hoher Geräuschpegel verringert Leistungsvermögen

Wo sich Kinder aufhalten, ist es in der Regel immer etwas lauter. Das lässt sich kaum verhindern, kann sich in der Schule aber auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit auswirken.

Ob in Kindergärten oder Schulen – überall wo Kinder sind, geht es in der Regel etwas lauter zu. Das liegt nicht nur an tobenden, brüllenden oder lachenden Kindern. Auch knallende Türen oder die klingelnde Schulglocke verursachen Geräusche. Hinzu kommen Unterhaltungen, quietschende Stuhlbeine und der ganz normale Unterricht. Insbesondere moderne Schulformen wie Gruppenarbeiten oder Projektarbeiten, wenn mehrere Schüler gleichzeitig reden, bringen einen erhöhten Geräuschpegel mit sich. Verstärkt wird die hohe Geräuschkulisse eventuell noch durch laute Flure oder eine viel befahrene Straße um die Ecke, deren Lärm dank schlecht gedämmter Fenster oder Türen ebenfalls in die anliegenden Klassenzimmer gelangt.

Gerade Kinder leiden unter hohem Geräuschpegel

Viele dieser Geräusche lassen sich nur bedingt verhindern. Sie beeinträchtigen allerdings die Leistungsfähigkeit und können langfristig sogar zu Gesundheitsschäden führen. Gerade Kinder, die an einer Hör-, Lern- und/oder Aufmerksamkeitsstörung leiden, sind durch den Lärm abgelenkt und beeinträchtigt. Aber nicht nur das, auch Lehrer, Betreuer und Kindergärtner leiden unter der hohen Geräuschkulisse. Ein Grund mehr, sich mit dem Thema Lärmprävention auseinander zu setzen.

Lärmbelastung vorbeugen – so kann’s gehen

Verschiedene Institutionen bieten unterschiedliche Präventionsmaßnahmen an, um einem hohen Lärmpegel vorzubeugen. Spannend für Lehrer und Lehrerinnen – aber auch Eltern:

  • Lärmdetektive: Bei diesem Projekt können Schülerinnen und Schüler im Rahmen des „Tag-gegen-Lärm“ an ihrer Schule und im Unterricht mit verschiedenen Messgeräten und Experimentieranleitungen selbst den Schall und seine Wirkungen beurteilen.
  • Lärmampel: Die Unfallkasse Nord (die gesetzliche Unfallversicherung für den öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein und Hamburg) stellt Schulen kostenlos für vier Wochen eine Lärmampel zur Verfügung. Diese zeigt den aktuellen Geräuschpegel an. Die Schüler und Schülerinnen können direkt darauf reagieren.
  • Tatort Ohr: Die Unfallkasse hat das Unterrichtskonzept „Tatort Ohr“ für die Jahrgangsstufen 4 bis 8 herausgegeben. Die Materialien wie Broschüren, DVD und PC-Konzentrationstest enthalten inhaltliche Bezüge, beispielsweise im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sowie zu Deutsch oder Medien.
  • Voll auf die Ohren: Mit „Voll auf die Ohren“ bietet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Unterrichtseinheit an, die für den Umgang mit Lärm sensibilisieren soll. Sie richtet sich an die Jahrgangsstufen 6 bis 8.
  • Broschüre Lärm in Bildungsstätten: In dieser INQA-Broschüre erfahren Sie mehr über die Ursachen eines hohen Geräuschpegels in Schulen und wie Sie die Raumakustik im Klassenzimmer verbessern können.

Schlecht hören ist längst keine Alterserscheinung mehr – auch in jungen Jahren sollten wir schon auf unser Gehör achten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Dauerhafter Lärm steigert den Stresspegel.
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