Es rauscht, hupt, brummt – und stört!

Es rauscht, hupt, brummt – und stört!

Umgebungslärm ist eine Belastung für Körper und Geist

Zuhause ist es bekanntermaßen am schönsten – solange es keinen Umgebungslärm gibt. Ob Verkehrslärm oder tieffrequentes Brummen im Wohngebiet: Lärm schadet Psyche und Gehör und verringert die Lebensqualität.

Auf einen Blick

  • Umgebungslärm entsteht oft durch hohes Verkehrsaufkommen
  • Technische Geräte verursachen in Wohngebieten kaum hörbares, aber deutlich fühlbares Brummen
  • Die Grenze zwischen Hören und Fühlen verläuft fließend
  • Gehör und Psyche leiden unter Umgebungslärm

Die häufigste Quelle für Lärm in besiedelten Gebieten ist das steigende Verkehrsaufkommen auf Straßen, Schienen und an Flughäfen. Bedenklich ist, dass dieser Umgebungslärm heutzutage nicht nur den Tag über andauert, sondern auch in der Nacht. Denn dauerhafter Lärm schadet unserer Gesundheit und besonders unserem Gehör.

Umgebungslärm schadet der Gesundheit

Lärm kann krank machen (Quelle: Die körperlichen und psychischen Wirkungen von Lärm, Umweltbundesamt, 2016). Dauerhafter nächtlicher Lärm ist besonders schädlich, denn er stört unseren Schlaf – und damit die wichtigste Erholungsphase von Körper und Geist. Der Körper produziert aufgrund des Lärms vermehrt Stresshormone, was zu einem erhöhten Blutdruck und einem steigenden Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt.

Lärm und seine Folgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet fünf gesundheitliche Auswirkungen von Lärm:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Geistige Entwicklungsstörungen bei Kindern
  • Tinnitus
  • und ein Gefühl der Belästigung und Stress

Bei Lärm stößt auch unsere Psyche schnell an ihre Grenzen. Lärm kann ein Gefühl von Stress verursachen. Das Problem dabei: Lärm kann man meist nicht aktiv abschalten oder sich problemlos entziehen. Und genau das betrifft auch unser Gehör: Solch psychischer Stress oder Lärm-Stress kann – genau wie zu laute Geräusche – einen Tinnitus hervorrufen (Quelle: WHO Environmental Noise Guidelines for the European Region)

Wenn es Zuhause brummt

Eine weitere Lärmquelle ist weniger offensichtlich als das steigende Verkehrsaufkommen. Man fühlt sich unwohl, ist oft müde oder kann sich schlecht konzentrieren – und hat dabei ständig das Gefühl, ein Brummen im Wohngebiet zu hören. Die Ursache: technische Geräte wie Wärmepumpen, Klimaanlagen oder Lüftungsgeräte. Sie erzeugen Betriebsgeräusche im tieffrequenten Bereich. Dieser tieffrequente Lärm tritt häufig in hochtechnisierten Gesellschaften wie unserer auf. Er ist unangenehm und durchdringt oft auch gut isolierte Fenster. Das Problem: Ist ein solches Gerät erst einmal installiert, kann man daran ohne großen Aufwand vorerst nicht viel ändern.

Zwischen Hören und Fühlen

Warum beeinflussen uns diese tiefen, fast unhörbaren Töne? Ab einer bestimmten Frequenz verschwimmt die Grenze zwischen unseren Sinnen. Wir nehmen die Töne zwar wahr, können sie aber nicht zuordnen. Die tieffrequenten Schallwellen versetzen unser Trommelfell in Schwingung und erzeugen Vibrationen im Körper – wir fühlen einen Ton, ohne dass wir ihn hören.

Das Gehör schützen

Alltäglicher Umgebungslärm im und um das eigene Zuhause ist schädlich für unser Gehör. Bis zu einer Lautstärke von 30 Dezibel sind Geräusche angenehm, zum Beispiel normales Sprechen oder geringer Straßenverkehr. Von störendem Lärm spricht man ab 55 Dezibel. Ab einem Wert von 85 Dezibel kann es zu dauerhaften Hörschäden kommen – denn Lärm zerstört die Haarzellen im Innenohr.

Wichtig ist daher, das Gehör zu schützen. Am besten reduziert man Lärm so gut wie möglich und verringert Geräuschquellen. Ist man regelmäßig Lärm ausgesetzt, ist ein Gehörschutz in Form von Ohrstöpseln oder geräuschreduzierenden Kopfhörern ratsam. Bei tieffrequentem Lärm ist weniger die Lautstärke das Problem. Vielmehr sollte man durch einen Gehörschutz die entstehenden Vibrationen abmildern, das störende Brummen eindämmen und so die Ohren und die Psyche entlasten.

Hörakustiker finden den passenden Gehörschutz, zum Beispiel Ohrstöpsel aus Schaumstoff, Silikon oder Wachs für den beruflichen oder privaten Bedarf und für die ganze Familie. Für viele Sportarten gibt es zudem einen Gehörschutz, der an die individuelle Ohrform angepasst wird. Der Gehörschutz sollte in Hörakustiker-Geschäften regelmäßig auf seine Passform und Dichtigkeit überprüft werden.

Wenn Sie oft Umgebungslärm ausgesetzt sind, sollten Sie Ihr Gehör regelmäßig mit einem Hörtest beim Hörakustiker oder durch einen Besuch beim Hals-Nasen-Ohrenarzt überprüfen. Nur so kann man Hörschäden rechtzeitig vorbeugen.

 

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