Keine Angst vorm Gruseln

Keine Angst vorm Gruseln

Warum wir Menschen Lust an der Angst haben

Die Temperaturen sinken, der Himmel wird zunehmend grauer und damit die Stimmung auch düsterer: der Herbst – die Zeit des Gruselns steht vor der Tür. Aber wieso gruseln wir uns so gerne?   

Eine Portion Grusel für jeden Geschmack

Egal ob Spukgeschichten bei stürmischem Wetter, Clownsfratzen auf großer Leinwand, True Crime Podcasts oder das Verkleiden & Erschrecken an Halloween: Vielen Menschen gefällt der gruselige Schauer, den uns diese Dinge bescheren. Wie viel eine Person allerdings dabei verträgt, hängt vom individuellen Empfinden und den persönlichen Vorlieben ab. Während für die eine der Horrorfilm am Samstagabend gängiges Programm ist, scheint für den anderen schon ein leichter Krimiroman zu genügen – Geschmäcker sind am Ende des Tages doch verschieden. Hinzu kommt auch noch, dass unser Körper stark reagiert, wenn wir uns gruseln. Das mag nicht jedem gefallen, denn tatsächlich werden dieselben Hormone ausgeschüttet wie bei der herkömmlichen Angst.

Wie Angst und Grusel zusammenhängen

Angst zu haben und sich zu gruseln ist also dasselbe? Nicht ganz. Wenn uns etwas ängstigt oder wir uns gruseln, wird derselbe Teil im Gehirn angesprochen, der uns signalisiert, dass eine Bedrohung vorliegt. Infolgedessen machen sich in unserem Körper Angsthormone breit und Adrenalin wird freigesetzt. Sobald wir jedoch merken, dass wir beispielsweise in der behüteten Umgebung unseres Zuhauses sind oder eine vertrauenswürdige Schulter zum Anlehnen im Kinosaal neben uns sitzen haben, stellt sich bei uns vor allem eines ein: Erleichterung. Genauer genommen setzt unser Körper Endorphine frei.

Warum Menschen den Nervenkitzel suchen

Die sogenannte „Angstlust“, wie Psychologinnen und Psychologen das Phänomen beschreiben, gibt der Gefühlsachterbahn zwischen gefährlicher Angst und wohliger Entspannung einen Namen.  Nicht zuletzt ist dies der Grund, weshalb sich Menschen jedes Mal aufs Neue an gruselige Gesichter und schaurige Geschichten herantrauen. Nach der durchgestandenen Anspannung fühlen sich die anschließenden Glückshormone fast wie eine Belohnung an. Dem gegenüber stehen jedoch genügend Menschen, die dem Wechselbad der Gefühle nichts abgewinnen können, da es sie schlichtweg zu lange noch beschäftigt. Fakt ist allerdings, dass wir beim Gruseln unseren Überlebensinstinkt auf Trab halten.

Geräusche als zusätzlicher Gruselfaktor

Haben Sie auch mal während eines Gruselfilms auf dem Sofa nach der Fernbedienung gegriffen, um den Ton abzustellen? Dann sind Sie nicht allein. Unheimliche Musik und schaurige Geräusche sind nämlich der Kern eines jeden Horrorfilms. Streicht man sie weg, fehlt es dem Film an der richtigen Wirkung – gruseliger Wirkung, um genau zu sein! Unsere auditive Wahrnehmung hat also maßgeblichen Einfluss darauf, wie die visuellen Szenen auf uns wirken. Eine dunkle Gasse ohne schrillen Schrei ist eben genau das: nur eine dunkle Gasse. Hat man allerdings die zusätzliche auditive Komponente, die einen erschreckt und in Alarmbereitschaft versetzt, beginnt das Gruseln erst richtig. Genau das machen sich die Produzentinnen und Produzenten von Horrorfilmen auch zunutze. Sie sind absolute Profis darin, den richtigen Nerv über die Akustik zu treffen und uns Schauer über den Rücken laufen zu lassen.

Wenn der Fernseher gerne lauter als leiser gestellt wird

Haben Sie des Öfteren schon die Beobachtung gemacht, dass Sie oder einer Ihrer Liebsten den Fernseher gerne mal zu laut als zu leise einstellt? Dies könnte ein erstes Anzeichen für verändertes Hörverständnis sein! Die meisten Betroffenen möchten sich dies im ersten Moment nicht eingestehen oder sind gar peinlich berührt. Wenn das Problem allerdings hintenangestellt und nicht ernst genommen wird, kann es schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich ziehen.

Aus diesem Grund sollte das Gehör regelmäßig getestet werden. Das geht ganz einfach bei einem HNO-Arzt oder einem Hörakustiker und ist vor allem schon ab mittlerem Alter empfehlenswert! Ist der Hörverlust einmal identifiziert und das passende Hörsystem ausgewählt, muss beim nächsten Gruselfilm auch nicht mehr die Lautstärke aufgedreht werden!

Geräusche als zusätzlicher Gruselfaktor

Sie lieben es, sich zu gruseln und würden am liebsten auch selbst Schauer erzeugen? Dann haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengefasst, wie Ihre nächste Gruselgeschichtenerzählung garantiert zum Weglaufen schaurig wird:

  • Die richtige Vorbereitung ist alles!

Natürlich ist es im ersten Schritt wichtig, die richtige Geschichte auf Lager zu haben. Am besten durchstöbern Sie das Internet oder Ihre nahe gelegene Bibliothek! Alternativ können Sie Ihrer Fantasie auch freien Lauf lassen und eine eigene Geschichte austüfteln. Dabei gilt: je mehr unerwartete Wendungen, desto besser!

  • Eine schaurige Umgebungsatmosphäre ist ein Muss!

Wo würden Sie sich eher gruseln? Auf einer sonnigen Parkbank oder in einem dunklen Garten? Egal wie gut die Schauergeschichte sein mag, unsere Umgebung nimmt maßgeblichen Einfluss darauf, wie sehr wir uns gruseln. Achten Sie also darauf, Ihre Umgebung entsprechend zu gestalten. Falls Sie also aufs Ganze gehen möchten, wäre eine passende Nachtwanderung während der Erzählung eine Option. Wenn Sie sich aber doch lieber in der Sicherheit Ihrer eigenen vier Wände wiegen möchten, können Sie die Dämmerung abwarten und den Raum durch schwachen Kerzenschein erleuchten.

  • Die Erzählweise muss stimmen!

 Zu guter Letzt ist es noch wichtig mit welcher Betonung und Stimmlage die Gruselgeschichte erzählt wird. Dabei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt! Lassen Sie die Schauspielerin oder den Schauspieler in sich freien Lauf: Verstellen Sie Ihre Stimme, machen Sie sich nervenaufreibende Erzählpausen zunutze oder erzeugen Sie Geräusche wie beispielsweise leises Kratzen am Boden, wenn dies die Geschichte unterstützt.

Nun sind Sie bestens für die schaurigste Zeit des Jahres ausgerüstet – Viel Spaß beim Gruseln!

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