„Jugend forscht“ zum Hören

„Jugend forscht“ zum Hören

Wie Musik unsere Emotionen beeinflusst und was es für alternative Energiespender gibt

Das Thema Hören betrifft uns alle. Wie sich herausstellt, beschäftigt es auch den wissenschaftlichen Nachwuchs: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ widmen sich in diesem Jahr in Hessen gleich zwei Arbeiten dem Hören bzw. den Hörgeräten. 

„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Im Fokus des wissenschaftlichen Wettstreits stehen die sogenannten MINT-Felder – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Erfreulich ist, dass das Thema Hören in diesem Jahr gleich zwei Mal im Landeswettbewerb Hessen unter den zahlreichen Projekten zu finden ist.

Projekt 1: Der Einfluss von Musik auf Emotionen und Körperreaktionen

Bestimmte Geräusche wecken Emotionen oder Erinnerungen und tragen dazu bei, dass wir uns entspannen – darüber haben wir kürzlich berichtet. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören hat zum Thema „Stimmungen durch Schwingungen“ sogar eine Befragung durchgeführt. Der Nachwuchswissenschaftler Cornelius Benjamin Rauch (15) hat sich nun die Frage gestellt, welchen messbaren Einfluss Musik auf Emotionen und Körperreaktionen hat. Neben einem Fragebogen mit Stimmungsbarometer wurden die körperlichen Reaktionen wie Blutdruck und Herzfrequenz gemessen und analysiert. Sein Ergebnis: Zwar hängt die emotionale Wirkung von Musik deutlich von der bevorzugten Musikrichtung ab; aber Cornelius konnte zeigen, dass sich selbst Metal-Fans und „Klassikhasser“ am besten bei klassischer Musik entspannen konnten – auch wenn sie das nicht immer zugaben.

Nachwuchswissenschaftler Cornelius vor seiner Projektwand.
Nachwuchswissenschaftler Cornelius vor seiner Projektwand.

Projekt 2: Metall-Luft-Batterien als umweltfreundliche Alternative?

Wie wir Menschen unsere Energie aus Nahrung, Schlaf und Entspannung schöpfen, benötigen auch unsere technischen Geräte stete Energiezufuhr. Dabei helfen kleine Technologiewunder in Form von Batterien – klein, aber hochleistungsfähig. Hier setzt das Projekt von Rebecca Seip (15) und Lea Schussmann (16) an: Die beiden Schülerinnen haben sich für „Jugend forscht“ damit auseinandergesetzt, inwiefern Metall-Luft-Batterien als umweltfreundliche Alternative zu anderen Batterietypen weiterentwickelt und eingesetzt werden können. Sie entwickelten einen Mechanismus, der die frühzeitige Entladung zum Beispiel von den vor allem in Hörgeräten eingesetzten Zink-Luft-Batterien verhindern kann. Davon könnten in Zukunft nicht nur Hörgeräte-Träger profitieren – auch für Fernbedienung, Taschenlampe und Co. würden derlei entladungssichere Batterien eine nutzer- und umweltfreundliche Alternative bedeuten.

Forscherinnen von Morgen: Rebecca und Lea vor ihrer Installation.
Forscherinnen von Morgen: Rebecca und Lea vor ihrer Installation.

Bei so viel Engagement vergibt der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) kurzerhand zwei Preise für diese spannenden Forschungsansätze. Glückwunsch an die Jung-Wissenschaftler!

Sie wollen mehr zum Wettbewerb erfahren und interessieren sich für die anderen vielseitigen Projekte? Hier lesen Sie mehr.

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