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Hörtechnologie: Glasfaser-Technik im Ohr

Hörtechnologie: Glasfaser-Technik im Ohr

Neue Technologie erfolgreich getestet

Cochlea-Implantate lassen Menschen mit Schäden am Innenohr wieder hören. Eine neue Technik löst eine Schwachstelle und verlegt das Mikrofon von außen ins Ohrinnere.

Beim Wort Glasfaser denkt man zuerst an den umstrittenen „Breitbandausbau“ für schnelle Internetleitungen in ganz Deutschland. Doch das Material kann Daten auch in ganz anderen Bereichen übertragen, zum Beispiel im Ohr. Damit werden zukünftig Cochlea-Implantate ohne außen sichtbare Teile entwickelt, die lange Zeit zuverlässig funktionieren.

Bislang haben solche Hörhilfen, die chirurgisch im Ohr eingesetzt werden und die Funktion des beschädigten Innenohrs wahrnehmen, eine Schwachstelle: das Mikrofon, das den Schall in Impulse für die Hörnerven umwandelt. Die heutige Technik kann dies innerhalb des menschlichen Körpers noch nicht zufriedenstellend über viele Jahre gewährleisten. Daher befinden sich die Mikrofone meist außen am Ohr und sind damit sichtbar. Dies schreckt viele Schwerhörige ab und kann in einigen Fällen auch zu Entzündungen oder Verzerrungen beim Hören der eigenen Stimme führen.

Neue Technik für das Mikrofon

Um implantierbare Mikrofone zu optimieren, haben nun Forscher aus Österreich und Serbien eine Lösung getestet, die auf Glasfaser-Messtechnik basiert. Sie erfasst kleinste Schwingungen der Gehörknöchelchen und stimuliert entsprechend die Hörnerven. Der Clou: Dies funktioniert absolut kontaktlos. Zudem gibt es einen großen Vorteil. Durch die optische Messung der Bewegungen im Inneren bleibt die natürliche Schallverstärkung durch das Außenohr und durch das Trommelfell vollständig erhalten. Zudem werden Signalverzerrungen und Rückkopplungsrauschen minimiert.

Doch vor dem Einsatz beim Menschen sind noch diverse Tests durchzuführen. So entwickeln die Forscher derzeit unter anderem eine optimale Operationstechnik für die Implantation sowie die geeignete Zielausrichtung des Lasers, der die Gehörknöchelchen abtastet. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Sie bestätigen, dass die technische Lösung grundsätzlich und über längere Zeit im Inneren des Ohres funktioniert. So blieb der Laserstrahl fünf Monate lang exakt auf das ausgewählte Gehörknöchelchen ausgerichtet und das System konnte den zu erfassenden Schall von Hintergrundgeräuschen trennen. Neben weiteren Verbesserungen arbeiten die Forscher noch an der Verkleinerung der Lösung sowie einem geringeren Stromverbrauch.

Hörhilfen werden immer besser

Mit solchen und ähnlichen Innovationen entwickelt sich die Hörtechnologie stetig weiter und sorgt immer wieder für eine optimierte Hörqualität. Zudem verbessert sich das Design, damit Hörhilfen von außen möglichst wenig sichtbar sind.

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