Funktion des Hörens - Vom Ohr zum Großhirn | Ihr-Hörgerät.de

Funktion des Hörens

Von der Ohrmuschel zum Großhirn

Die Funktion des Hörens ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die unser Körper rund um die Uhr leistet. Das Ohr wandelt permanent Schwingungen der Luft in akustische Signale um, die unser Gehirn lokalisiert und versteht. Je nachdem, aus welcher Richtung ein Geräusch stammt, wird es vom einen Ohr etwas früher wahrgenommen als von dem anderen. Aus dieser Zeitdifferenz errechnet unser Gehirn blitzschnell die Richtung und die Entfernung der Geräuschquelle. Besonders ausgeprägt ist diese Funktion in der Tierwelt beispielsweise bei Fledermäusen, die ihr Gehör als Radar zur Ortung von Gegenständen nutzen.

Funktion des Hörens
Funktion des Hörens: Sinneswahrnehmung des Schalls im menschlichen Ohr.

Schall pflanzt sich fort

Wie eine Kettenreaktion muss der Schall den Weg vom Außenohr zum Hörnerv zurücklegen: Schallwellen regen die Ohrmuschel an, die diese Schwingungen wie ein Trichter aufnimmt und durch den äußeren Gehörgang an das Trommelfell weiterleitet. Dieses empfindliche Häutchen gerät dadurch in Schwingung, die es an die Gehörknöchelchen überträgt. Hier, am Übergang zwischen Trommelfell und der filigranen Knochenkonstruktion bestehend aus Hammer, Amboss und Steigbügel, wird der Schalldruck um den Faktor 20 verstärkt.

Interner Klangverstärker

Die Verstärkung ist notwendig, damit der Schall durch die träge Flüssigkeit im Innenohr bis zur Gehörschnecke – der Cochlea – durchdringen kann. Der Faktor 20 kommt durch den Größenunterschied zwischen Trommelfell und Steigbügel-Knöchelchen zustande: Gemäß der physikalischen Formel Druck gleich Kraft durch Fläche (p = F/A) vergrößert sich der Druck bei gleichbleibender Kraft, je größer die Fläche wird, auf den der Schall trifft. Da die Fläche des Steigbügels etwa zwanzigmal kleiner ist als das Trommelfell, wird der Schalldruck um das Zwanzigfache größer.

 

Elektrische Impulse aus Schwingungen

Der bewegliche Fuß des Steigbügels überträgt den verstärkten Schalldruck an die Cochlea. Im Inneren dieses Schneckenhauses befindet sich eine Membran, die in Schwingung versetzt wird und dadurch in der sie umgebenden Flüssigkeit Wellen auslöst. Hier sitzen sogenannte Rezeptoren, die auch als Haarzellen bezeichnet werden. Sie nehmen die Wellenbewegungen auf und übersetzen sie in elektrische Impulse, die der Hörnerv an das Gehirn weiterleitet. Der sogenannte auditive Cortex, das Hörzentrum des Großhirns, entschlüsselt die Reize. Er erkennt Straßenlärm, Musik und versteht, wenn jemand mit uns spricht.

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