Hören – pure Emotion

Hören – pure Emotion

Warum wir Stimmen und Töne lieben

Wenn es um Emotionen und Gefühle gehe, sollte man eher den Ohren trauen als seinen Augen. Denn an der Stimme hört man sehr direkt, was unsere Mitmenschen wirklich empfinden.

Auf einen Blick

  • Hören löst Emotionen aus
  • Schon Babys lernen Stimmen und Töne lieben
  • Können Sie Ihren Ohren trauen?
  • Am Valentinstag Ihren Liebsten hören

Allen Menschen gemeinsam ist, dass das Hören bei ihnen Emotionen auslöst – ein Erbe frühester Entwicklungsgeschichte. Die stets wachen Ohren waren die Alarmanlage unserer Urahnen. Wenn es um Gefühle, Stimmungen oder Emotionen geht, sollte man deshalb eher den Ohren trauen als seinen Augen.

Der Chef hebt die Stimme, wenn Sie ihm ein neues Projekt vorschlagen, der Kollege im Skype-Meeting klingt gehetzt, die Lehrerin irgendwie genervt und der Partner freudig. Oftmals achten wir nicht auf solche Signale, sondern sehen in entspannte Gesichter, verfolgen die Gestik oder sind nur auf Gesprächsinhalte fokussiert. Schließlich wollen wir ja unsere Ziele verfolgen. Besonders wir Deutschen sprechen oft direkt, auf kürzestem Gesprächsweg und geradeheraus.

Das ist gut, aber es lohnt sich sehr, auf Tonfälle und Nuancen zu achten. Warum lieben wir Stimmen und Töne? Dazu muss man kleine Zwischentöne, Sprachmelodien und akustische Stimmungsbilder sofort erkennen, richtig hören und interpretieren.

Hören Sie am Telefon eigentlich gut? Fällt es Ihnen leicht, in Konferenzen dem jungen Kollegen zu folgen? Sprechen Ihre Gesprächspartner zu leise, zu schnell oder nuscheln sie? Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob die vielen Nebengeräusche, die Sie beim Zuhören ablenken an Ihrer Telefonverbindung oder auch an Ihren Ohren liegen? Ein einfacher Online-Hörtest zeigt Ihnen, ob Sie schlecht hören und dient der ersten Einschätzung.

Hören – die empfindlichste Sinneswahrnehmung

Unsere Ohren sind unsere Super-Sinnesorgane: Ständig nehmen sie Klänge und Geräusche wahr. Unser Hörsystem erkennt rund 400.000 verschiedene Töne und kann Geräusche zuordnen. Orientierung, Gleichgewicht, Alltag als Fußgänger oder Radler im Straßenverkehr, Wohlbefinden beim Meeresrauschen oder die Stimme unserer Liebsten – alles liegt im Ohr. Bei manchen Menschen, Synästhetikern, verbindet sich Hören sogar mit Farben. Das ist eine Inselbegabung.

Elefanten

Elefanten tönen sehr tief

Nicht nur der Mensch, auch Tiere haben erstaunliche auditive Fähigkeiten. Fledermäuse beispielsweise hören Ultraschall-Frequenzen von bis zu 200.000 Hertz und können so nachts fliegen, ohne anzuecken. Bei unseren Ohren ist in einer Höhe von zirka 20.000 Hertz Schluss, tiefere Tönen hören wir bis 16 Hertz. Darunter beginnt der Infraschall.

Aber Tauben hören tiefste Töne mit 0,1 Hertz. Und auch Elefanten, die sich mit ihren Tieftönen im Infraschall über viele Kilometer austauschen. Das Hörrätsel dahinter: Sie empfangen den tiefen Infraschall mit Druckrezeptoren an Rüssel und Füßen und erzeugen diese sehr lauten Töne mit ihrem großen Brustraum.

Vertraute Stimmen und Töne lieben – von Anfang an

Schon ganz früh im Mutterleib bildet sich das Gehör. Bereits mit viereinhalb Monaten lauscht der Embryo nach draußen. Er lernt bestimmte Stimmen und Töne lieben.

Babys hören Sprache und die Eltern als vertraute Tonlagen und beruhigende Klänge, die sie liebevoll und fürsorglich umgeben. Droht Gefahr, hören sie das, denn den Ohren trauen schon die Allerkleinsten. Sie schreien los oder sind auch mal ganz still, um im Getümmel unauffällig zu bleiben.

Kinder und Teenager testen dagegen gerne verbal aus, was möglich ist. Ihre schrillen oder ruppig-kargen Kommunikationsmethoden sind für Eltern nicht einfach. Wenn wir dann noch schlecht hören oder Tinnitus-Beschwerden haben, wird das Familienleben schnell äußerst schwierig. Hörgeräte helfen gegen Tinnitus, Missverständnisse und familiäre Hörprobleme.

Verliebt in eine Stimme

Manche Stimmen sind schon beim ersten Klang sehr anziehend, andere stoßen uns regelrecht ab. Später, in der Partnerschaft, geht es nicht nur darum Stimmen und Töne zu lieben. Mehr als eine bestimmte, sexy Tonlage zählt ein offenes Ohr. Es ist für Zwischentöne im gesprochenen Wort die beste Grundlage und basiert auf einem guten, gesunden Hörvermögen. Schlecht hören ist dagegen Gift für ein funktionierendes und harmonisches Zusammenleben.

Eine Hörbotschaft zum Valentinstag

Am Sonntag, 14. Februar 2021 ist dieses Jahr Valentinstag. Überraschen Sie Ihren Liebsten mit einer liebevollen Sprachnachricht, einem Lied oder einer Kurzgeschichte. Dieses Geschenk kann Ihr Partner auch immer wieder anhören, beispielsweise wenn er im Sportcamp, auf Dienstreise oder bei seinen Eltern ist.

Für eine gute Hobbyaufnahme reichen schon ein Smartphone oder ein USB-Mikrofon mit Audio-Interface. Es gibt kostenlose Aufnahme-Software und einfache Schnittprogramme für Windows oder Mac.

Eine Aufnahme kann man jederzeit lauter abhören. Echte Gespräche aber rauschen bei einer Höreinschränkung an Ihnen vorbei, und auch viele Alltagsinformationen. Kein Wunder, dass Ihr Partner ärgerlich wird, wenn Sie auf seine Stimme nicht mehr gut reagieren oder einfach vergessen haben, Stimmen und Töne zu lieben.

Zur Prüfung des eigenen Hörstatus empfehlen HNO-Experten regelmäßige Hörtest bei einem Hörakustiker, die auch dann durchgeführt werden sollten, wenn man das Gefühl hat, noch vieles zu hören. Dann wissen Sie, ob Sie noch fit für die Liebe sind und den Leistungsumfang Ihres Gehörs voll und ganz nutzen. Und wenn nicht? Hörsysteme machen Sie wieder zu Menschen, die Ihren Ohren trauen können. Wenn Sie Stimmen und Töne lieben, freut das auch Ihre Partner, Freunde und Kollegen.

Können auch Sie ein Lächeln hören? Wie Schäden im Mittelohr und Innenohr klingen, erfahren Sie hier.

 

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