Lichtsignalanlagen: Unabhängig und sicher durch moderne Technik

Wie Lichtsignalanlagen schützen

Hörsysteme leisten großartiges und ermöglichen zahllosen Menschen das Hören. Doch wie verhält es sich in Situation, in denen Hörsysteme nicht getragen werden, wie beim Schlafen? Hier geben Lichtsignalanlagen zusätzliche Sicherheit.

Lichtsignalanlagen sind bewährte Assistenten und unterstützen Menschen mit Hörverlusten in ihrem privaten und beruflichen Alltag. Oft sind sie eine wertvolle zusätzliche Hilfe zu Hörgeräten. Denn sie verstärken zuverlässig akustische Signale – egal ob von Türklingel, Rauchmelder, Arbeitsmaschinen, Wecker oder Babyfon. Das bedeutet mehr Eigenständigkeit und vor allem Sicherheit für Menschen mit Schwerhörigkeit.

Wie funktionieren Lichtsignalanlagen als Zubehör bei Schwerhörigkeit?

Moderne Lichtsignalanlagen arbeiten als funkbasiertes Sender‐Empfänger System. Sie benötigen grundsätzlich mindestens je einen Sender und einen Empfänger. Die unterschiedlichen Ereignisse wie Türklingeln, Telefonläuten, Brandalarm oder auch Babyrufen werden von den jeweiligen Sendern wahrgenommen. Die Empfänger verstärken durch Vibration, Lichtblitze und -signale und/oder zusätzlichen Tonsignalen diese wichtigen Informationen.

Mit einer mobilen Lichtsignalanlage haben Schwerhörige und auch normal Hörende die Möglichkeit, beispielsweise im Garten, das Klingeln des Postboten an der Haustür wahrzunehmen – trotz einer erheblichen Entfernung.

Keine Gefahr bei Brandentwicklung – Rauchmelder sind Pflicht

Trotz Rauchmelderpflicht sterben jährlich in Deutschland noch immer mehrere hundert Menschen durch Wohnungsbrände. Die meisten Todesopfer sind nachts zu beklagen. Während wir tief und fest schlafen, ist unser Geruchssinn gehemmt und wir können die Gefahr, die vom giftigen Brandrauch ausgeht, nicht rechtzeitig wahrnehmen. Bereits wenige Atemzüge genügen und wir verlieren, ohne es zu merken, das Bewusstsein.

In Deutschland gilt in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht für Wohnraum. Der Eigentümer ist für die fachgerechte Installation der Rauchmelder verantwortlich.

Was viele nicht wissen: diese Pflicht betrifft nicht nur vermieteten Wohnraum, sondern auch Eigentum, das selbst bewohnt wird.

Denn Rauchmelder retten Leben: Wenn sich Brandrauch entwickelt, schlagen die kleinen Lebensretter Alarm und warnen die Bewohner rechtzeitig vor der tückischen Gefahr. Für Schwerhörige gibt es Lösungen, die schon bei der ersten Rauch- und Wärmeentwicklung frühzeitig ein Signal an Lichtwarnanlagen oder andere Geräte, wie vibrierende Kissenwecker senden. Hören Sie eigentlich noch zuverlässig hohe Töne, wie Warnsignale? Mit unserem Online-Hörtest prüfen Sie schnell Ihren Hörsinn.

In welchen Räumen muss man Rauchmelder anbringen? Grundsätzlich gilt: Rauchmelder sollten in jedem Schlafzimmer und Kinderzimmer, sowie in allen Fluren, die als Fluchtwege dienen, montiert sein. Es gibt viele Tipps für die richtige Anzahl und Anbringung von Rauchmeldern von der örtlichen Feuerwehr.

Der Rauchwächter wird m besten unter der Decke angebracht. Der Abstand zur Seitenwand sollte dabei mindestens 50 cm betragen.Um eine optimale Reichweite zu erzielen, muss die Antenne des Senders senkrecht nach unten ausgerichtet werden.

Bei Feuer ist schnelles Handeln gefragt

Wie schnell können eine brennende Kerze, Glut oder eine heiße Herdplatte einen gefährlichen Zimmerbrand auslösen. Damit auch gehörlose Menschen augenblicklich mitbekommen, wenn Gefahr droht, gibt es für sie spezielle Rauchmelder. Mittels Funk werden Signale vom Rauchmelder beispielsweise an einen speziellen Lichtblitzwecker geschickt, der einen extra lauten Signalton von sich gibt und helle Stroboskopblitze aussendet.

Ein solches Wecksignal kann nachts auch zuverlässig über ein vibrierendes Kissen und Blitzsignale erfolgen. Oder im Brandfall senden diese Anlagen ein Funksignal an alle Empfänger im Haushalt, meist wird hierbei ein Wecker als Empfänger genutzt. Sobald die Raumtemperatur steigt, warnt der Rauchmelder, damit Hörgeschädigte und alle anderen Bewohner sofort im Bilde sind.

Das ist lebensrettend, denn im Schlaf meldet unser Gehirn den Rauchgeruch nicht, wir werden nicht aktiviert und wach.

Auch im Berufsleben unterstützen Lichtsignalanlagen bei Schwerhörigkeit. Beispielsweise bei der Wartung von Maschinen und in Arbeitsumgebungen mit starken Lärmentwicklungen. Hier kommen meist mobile Lichtsignalanlagen zum Einsatz. Es gibt kompakte Versionen für die Tasche oder uhrenähnliche Lösungen, die man einfach am Handgelenk tragen kann. Oftmals profitieren auch normalhörende Kollegen von den zusätzlichen Informationen durch Lichtsignalanlagen.

Lichtsignalanlagen für Schwerhörige – was zahlt die Krankenversicherung?

Menschen mit Hörverlusten haben Anspruch auf Lichtsignalanlagen, beispielsweise wenn sie trotz Hörgeräten das Wohnungsklingeln oder auch den Rauchmelder nicht einwandfrei wahrnehmen. Im Vordergrund für die Entscheidung steht die Gewährleistung einer eigenständigen Lebensführung oder Berufsausübung. Viele Lichtsignalanlagen übernehmen bei Indikation durch den HNO‐Arzt die Krankenkassen.

Für moderne Hörsysteme gibt es zahlreiche nützliche Zubehörmöglichkeiten. Einige finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen mit.

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