Dem Winterblues ein Schnippchen schlagen

Dem Winterblues ein Schnippchen schlagen

Hörvorsorge wirkt gegen Depressionen

Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen fallen, ist genau die richtige Zeit über Gesundheit, ausreichend Bewegung und Lebensfreude nachzudenken. Diese Rituale und ein Hörtest helfen, dem Winterblues ein Schnippchen zu schlagen.

Auf einen Blick

  • So geben Sie dem Winterblues keine Chance
  • Wer gut hört, vermeidet Depressionen
  • Unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu Bewegungsmangel und Übergewicht führen

Was viele nicht wissen: Gutes Hören trägt nicht nur zu mehr Lebensfreude und sozialen Kontakten bei, sondern eine Versorgung mit Hörsystemen mindert auch das Risiko an einer Depression zu erkranken. Denn es kann zu andauernder Niedergeschlagenheit und ernsthaften Depressionen kommen, wenn die Hörfähigkeit abnimmt. Ein weiterer Faktor, der Depressionen begünstigt, ist der Lichtmangel, den wir alle in den Wintermonaten erleben.

Tipps für gesundes und fröhliches ‚Überwintern‘:

So schlagen Sie dem Winterblues ein Schnippchen

  • Das Tageslicht nutzen und nach draußen gehen. Warum sich nicht gleich für eine feste Spazier-Runde an bestimmten Wochentagen mit Freunden verabreden?
  • Das Auto mal stehen lassen, Fahrradfahren oder kleinere Wege zu Fuß gehen. Oder einfach mal eine Station früher aus Bus oder U-Bahn aussteigen und ein bisschen länger nach Hause laufen.
  • Sport macht glücklich – ob Joggen, Wintersport, Yoga oder Fitnessstudio. Bewegung tut gut und bringt außerdem den Kreislauf in Schwung.
  • Gerade jetzt ist es wichtig, Wohlfühlmomente zu schaffen. Das kann ein gemütliches Abendessen mit Freunden, ein Filmabend, eine Teezeremonie, ein Saunabesuch oder auch ein heißes Bad sein.
  • Struktur in den Tag bringen. Ein geregelter Tagesablauf hilft gegen Winterdepression. Planen Sie eine feste halbe Stunde für ihr Frühstück oder Nachrichten lesen, bestimmte Zeiten für den Anruf bei einer Freundin, ihre Sportstunden oder eine regelmäßige Meditation. Wichtig ist auch ein geregelter Schlafrhythmus mit mindestens sechs bis acht Stunden nächtlichem Schlaf.
  • Achten Sie auf sich und Ihre Gesundheit, dazu gehört auch gutes Hören.

Wer gut hört bewegt sich mehr und vermeidet sogar Übergewicht

Depressionen und ein höheres Demenzrisiko gehören zu den bekannten Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit. Neueste Studien zeigen jedoch auch, dass sich schlecht hörende Senioren weniger bewegen, und dass unbehandelte Schwerhörigkeit mit Fettleibigkeit im Zusammenhang steht.

Eine US-Studie hat ergeben, dass ältere Menschen mit Hörstörungen starke körperliche Aktivitäten weitgehend vermeiden, leichte Aktivitäten reduzieren und sich weniger an einem Stück bewegen. Die Forscher haben hochgerechnet, dass die Aktivitäten dieser Senioren jeweils der Bewegung eines fünf bis zehn Jahre älteren gesunden Menschen entsprechen.

Untersuchungen unter 23.000 Spaniern zeigen außerdem einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Fettleibigkeit bei Männern. Danach waren Personen mit Hörverlust 1,78-mal wahrscheinlicher fettleibig als Personen ohne Hörverlust. Diese Untersuchungen bestätigen die vielen Facetten der Hörgesundheit. Es ist gesundheitsgefährdend die Ohren zu vernachlässigen und Schwerhörigkeit nicht zu behandeln.

Ein Hörtest beim Hörakustiker oder einer HNO-Ärztin zeigt, wie es um Ihr Gehör steht. Nur wer seine Schwerhörigkeit mit Hörsysteme versorgt und diese regelmäßig trägt, vermeidet viele gesundheitliche Risiken.

Über Depressionen informieren

Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Jährlich Anfang Oktober stellt der Europäische Depressionstag deshalb diese Volkskrankheit in den Mittelpunkt. Knapp vier Millionen Deutsche sind aktuell an Depressionen erkrankt. Lediglich ein Drittel davon – so Expertenschätzungen – erhält professionelle Hilfe.

In seinem Buch „Willkommen in der Welt für seelische Gesundheit“ erklärt Harald Krauß, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, warum die Seele leidet und was sie stark macht. Er nennt Deutschland das Land der fleißigen, erfolgreichen – und traurigen Menschen. Jeder vierte Bürger erfülle die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Krauß hinterfragt, wann man es selbst schafft, seine Lage positiv zu verändern. Im Zweifel empfiehlt der Mediziner unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

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Mehr Hörgesundheit und regelmäßige Hörtests

Bisher haben unsere Ohren und das Hören in der Gesundheitsvorsorge noch nicht den gleichen Stellenwert wie die Zahnprophylaxe oder ein Sehtest. Grund ist häufig, dass die Symptome für eine Hörminderung nicht frühzeitig erkannt werden, denn ein Hörverlust beginnt oft schleichend. Oder die Risiken einer Hörminderungen werden schlicht unterschätzt. Nach einer Erhebung anlässlich des Welttages des Hörens kennen zwar sechs von zehn Befragten Menschen mit Hörminderungen. Allerdings sind über zwei Dritteln der Befragten die möglichen Folgen unbehandelter Schwerhörigkeit nicht bekannt, wie Depression, soziale Isolation oder ein erhöhtes Demenzrisiko.

Nehmen Sie das Thema ernst: Machen Sie als Gesundheitsvorsorge regelmäßig einen Hörtest.

Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Mitmenschen über gutes Hören und thematisieren Sie Hörprobleme offen. Vereinbaren Sie jetzt einen Hörtest für sich oder für ihre Angehörigen oder Freunde.

 

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