Signalhunde

Signalhunde

Zwei Ohren auf vier Pfoten

Schwerhörige und Gehörlose haben es oft sehr schwer im Alltag, weil man ihnen ihre Behinderung nicht sofort ansieht. Aber für Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens gibt es speziell ausgebildete Begleithunde, welche auf akustische Signale reagieren – die sogenannten Hearing Dogs oder Signalhunde.

Aufgaben eines Signalhundes

Ein ausgebildeter Signalhund ist für seinen Besitzer unersetzlich, denn er hilft, das alltägliche Leben zu meistern. Er nimmt Laute wahr, überprüft die Geräuschquelle und informiert daraufhin den Betroffenen.

Die Aufgaben eines Signalhundes werden individuell auf die Bedürfnisse von Hörgeschädigten abgestimmt. Zu den Aufgaben zählen zum Beispiel das Signalisieren einer Türklingel, eines Weckers oder eines Telefons. Ebenso ist das Anzeigen eines Rauchmelders ist, neben vielen weiteren Alarmgeräuschen, ein unerlässlicher Bestandteil des Aufgabenfelds. Unser vierbeiniger Freund kann auf heruntergefallene Gegenstände aufmerksam machen oder im Straßenverkehr auf ein Martinshorn, Autohupen und andere Signale hinweisen. Auch das Melden von Fahrzeugen, die sich von hinten nähern, ist kein Problem.

Sichtzeichen statt Hörzeichen

„Sitz, Platz & Co“ sind die üblichen Kommandos für Hunde. Bei Signalhunden ist das anders! Sie reagieren stattdessen auf Sichtzeichen wie eine Handhaltung oder Kopfbewegung. Ab und an werden auch besondere Hörzeichen eingesetzt. Oftmals handelt es sich dabei um eine andere Sprache oder eigene Bezeichnungen. Man möchte damit ausschließen, dass fremde Menschen Kommandos geben können, und gewährleisten, dass der Hund nur auf die Befehle der Besitzer reagiert.

Wissenschaftliche Studien zu Signalhunden

Bereits seit 1994 beweist eine Vielzahl von Studien, dass Signalhunde eine positive Auswirkung auf das Leben hörgeschädigter Menschen haben. So berichten Signalhundebesitzer von einer Verbesserung der Lebensqualität vor allem in den Bereichen Sicherheit, Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit. Auch das Pflegen von sozialen Kontakten habe sich verbessert.

Laut einer anderen Studie nahmen durch den Signalhund außerdem Angstgefühle, Gefühle der Einsamkeit und der Depression ab.

Besonders für Kinder können die klugen Tiere mehr als hilfreich sein. Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte nicht nur extrem positive Auswirkungen eines Signalhundes auf die Kleinen selbst, sondern man fand auch heraus, dass sich die Sorgen der Eltern um die Sicherheit ihres Kindes enorm verringerten. Die Kinder konnten besser einschlafen, fanden leichter Kontakt zu Gleichaltrigen und verfügten über ein gesteigertes Selbstbewusstsein. Die Kinder zeigten positives Verhalten in der Schule, bessere Noten und ein größeres Sprachvermögen. Auch die Akzeptanz gegenüber Hörhilfen sowie das gesamte Familienleben erfuhren eine spürbare Verbesserung.

Was sind die Voraussetzungen für einen Signalhund

Wichtigste Voraussetzung ist, dass Betroffene in ihrem Alltag aufgrund von starker Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit derart eingeschränkt sind, dass sie das Gefühl haben, ein Signalhund könne helfen. Der Signalhund sollte der einzige Hund im Haushalt sein, damit andere Hunde ihn nicht von seiner Arbeit ablenken. Generell sind andere Haustiere nicht empfehlenswert. Sollte der Signalhund für Ihr Kind gedacht sein, so empfiehlt sich ein Mindestalter von 6 Jahren.

Wer sich gerne noch etwas genauer in das Thema einlesen möchte, findet unter folgenden Links nützliche Informationen:

www.assistenzhunde-zentrum.de

www.dogsandjobs.de

http://www.helfende-pfoten.de

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