Reise in die Zukunft – Teil 3

Reise in die Zukunft – Teil 3

Hörgeräte werden fast unsichtbar

Hörgeräte werden nicht nur technisch und akustisch immer ausgefuchster, sondern auch immer kleiner. Lesen Sie im 3. Teil unserer Serie, wie die kleinen High-Tech Wunder fast unsichtbar werden.

Hörgeräte werden immer kleiner und eleganter. Dass dies Zwischenschritte auf dem Weg hin zu beinahe unsichtbaren Lösungen sind, zeigt ein Blick in die Forschungslabore der Hörgeräte-Hersteller.

Mini-Hörgeräte kurz vor dem Trommelfell

Bereits seit einigen Jahren existieren erste Ansätze für unsichtbare Hörhilfen. So gibt es Hörsysteme, die kurz vor dem Trommelfell sehr tief im Gehörgang sitzen. Während herkömmliche Hörgeräte den Klang außerhalb des Ohrs aufnehmen und verarbeiten, nutzen diese Hörsysteme die natürliche Anatomie des Ohres und bietet so ein natürliches Hörerlebnis. In der Regel können sie rund um die Uhr sowie bei allen Alltagsaktivitäten wie Sport, Duschen oder Telefonieren und sogar nachts beim Schlafen getragen werden.
Denn dank einer langlebigen Batterie und einer digital programmierbaren analogen Hörgerätetechnik mit minimalem Energiebedarf verbleiben diese Hörgeräte einige Wochen oder Monate im Ohr. Dann müssen sie ausgetauscht werden. Das übernimmt in den meisten Fällen ein HNO-Arzt. Bei bestimmten Typen kann der Nutzer die Batterien auch selbst wechseln. Auch komplette Mittelohrimplantate, bei denen keine äußeren Komponenten notwendig sind, existieren mittlerweile schon.

Hörkontaktlinse direkt auf dem Trommelfell

Der neueste Ansatz ist die „Hörkontaktlinse“. Sie sitzt – so wie die Kontaktlinse direkt auf dem Auge aufliegt – direkt auf dem Trommelfell und basiert auf einem sogenannten piezoelektrischen Mikrolautsprecher. Das ist ein Hörgeräte-Lautsprecher, der mit Mikrosystemtechnik entwickelt wurde und deshalb trotz seiner geringen Größe eine sehr hohe Verstärkerleistung und Klangqualität bietet. Die Hörkontaktlinse soll bereits in diesem oder im nächsten Jahr auf den Markt kommen.
Ein länderübergreifendes Forscherteam geht noch einen Schritt weiter und arbeitet an einem Implantat mit Laser, das kleinste Bewegungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr kontaktlos erfasst. Glasfasertechnik sendet anschließend die gesammelten Informationen zur Stimulierung an die Hörnerven.
Dank dieser Entwicklung hin zu immer kleineren und sogar unsichtbaren Hörsystemen können Menschen mit einer Hörminderung nicht nur ihre Umgebung wieder besser verstehen und aktiver am Leben teilnehmen. Die Miniaturisierung der Hörgeräte sorgt auch dafür, dass die Hörhilfen möglichst unauffällig sind – und damit erfüllen sie einen großen Wunsch vieler Hörgeräte-Träger.

Mehr zu aktuellen Hörsystemen erfahren Sie in unserem Beitrag „Produkte und Modelle der Hörgeräte-Hersteller – Für jeden Träger das passende Modell“.

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