Hörschädigung durch zu laute Musik aus Kopfhörern

Hörschädigung durch zu laute Musik aus Kopfhörern

Tipps und Tricks zur Vorbeugung einer Hörminderung

Kennen Sie jemanden in der Familie oder im Freundeskreis, der zu laut Musik hört? Schwerhörigkeit kann eine Folge davon sein.

Musik gehört für viele Menschen zum Alltag. Heutzutage gibt es neben den Muschelkopfhörern auch kleine, handliche und unauffällige In-Ear-Kopfhörer. Allerdings kann das Gehör durch deren Nähe zum Trommelfell stark belastet werden.

In-Ear-Kopfhörer können zudem Umgebungsgeräusche nicht optimal abschirmen, so dass die Lautstärke schnell weiter aufgedreht wird. Das kann zu Hörminderungen bis hin zur Schwerhörigkeit oder Taubheit führen. Prof. Dr. Roland Laszig vom Universitätsklinikum Freiburg beziffert die Schmerzgrenze für das erwachsene Gehör auf 85 Dezibel (dB). Dieser Wert kann mit In-Ear Kopfhörern bei falscher Nutzung schnell erreicht werden. Um einen Gehörschaden zu vermeiden, sollte diese Grenze nicht langfristig überschritten werden.

In der EU dürfen nur tragbare Musik-Player verkauft werden, die auf 85 dB gedrosselt sind. Geräte, die aus anderen Ländern kommen, können hingegen bis zu 110 dB abspielen. Verbraucher sollten daher auf das GS-Zeichen auf der Verpackung achten; es zeigt an, ob ein Gerät die EU-Norm erfüllt.

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Muschelkopfhörer – besser für das Gehör

Eine gute Alternative sind Muschelkopfhörer. Sie liegen optimal am Ohr an und sind zudem bequemer und klanglich runder. Die Membran liegt weiter vom Trommelfell entfernt, gleichzeitig umschließen die Kopfhörer das Ohr dicht. So werden Umgebungsgeräusche effektiv abgeschirmt und das Klangerlebnis voller, ohne die Lautstärke zu sehr aufzudrehen. Hochwertige Muschelkopfhörer können Außengeräusche sogar aktiv unterdrücken. Sie nehmen Umgebungsgeräusche mit kleinen Mikrofonen auf und steuern mit Gegenschall dagegen.

Da das Gehör auch einmal eine Auszeit braucht, sollten Nutzer dennoch öfter eine Pause beim Musikhören über Kopfhörer einlegen. Experten empfehlen die sogenannte „60/60-Regel“, das heißt nicht länger als 60 Minuten am Stück mit maximal 60 Prozent der maximalen Lautstärke Musik zu hören. Ansonsten kann das Gehör „ermüden“. Menschen, die feststellen, dass die Musik leiser wird, ohne dass sie die Lautstärke verändert haben, sollten einen HNO-Arzt aufsuchen.

Gefährlich ist übrigens das Tragen jedweder Kopfhörer im Straßenverkehr. Denn dadurch können Warnsignale anderer Verkehrsteilnehmer nicht richtig wahrgenommen werden.

 

Tipps für ein schonendes Musikhören unterwegs

  • immer unter der Grenze von 85 Dezibel bleiben
  • Musik-Player nutzen, die mit dem GS-Zeichen versehen sind.
  • 60/60-Regel beachten
  • Muschelkopfhörer verwenden
  • regelmäßig Pausen machen
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