Hörakustik – Eine spannende Perspektive für Studenten, die einen Studienwechsel planen

Hörakustik – Eine spannende Perspektive für Studenten, die einen Studienwechsel planen

Spannende Karriereperspektiven als Hörakustiker

Für das falsche Studium eingeschrieben? Studienfachwechsler haben in der Hörakustik-Branche gute Chancen auf einen abwechslungsreichen Job mit vielen Karrieremöglichkeiten.

Auf einen Blick

  • In der Hörakustik werden Fachkräfte gesucht
  • Technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und kaufmännisches Denken gefordert
  • Weiterbildung zum Meister, Bachelor oder eine Universitätslaufbahn in der Audiologie möglich

Viele merken erst im Laufe ihres Studiums, dass sie den falschen Ausbildungspfad eingeschlagen haben. Jeder Dritte bricht das Studium ab und sucht nach Alternativen. Das ist nicht immer leicht. Wenn ein Studium abgebrochen wird,  heißt es aber nicht Karriereende. In der Hörakustik finden Sie vielleicht genau die Perspektive, die Sie suchen.

Das Handwerk der Hörakustik

Das Hörakustiker-Handwerk gehört mit einer Ausbildungsquote von über 20 Prozent zu den Top-Ausbildern im deutschen Handwerk. Hier besteht ein großer Bedarf an Fachkräften. Wer bei einem Betrieb einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet, kann sofort mit der Praxis starten. Viele Hörakustiker bieten auch ein Praktikum an, um den Beruf zunächst kennenzulernen. Die Berufsschule findet in dieser dualen Ausbildung am Campus Hörakustik in Lübeck als zentraler Blockunterricht statt. Eine gute Austauschgelegenheit für junge Menschen aus ganz Deutschland.

Hörakustik: eine vielversprechende Karriere

Der Beruf Hörakustiker/in ist ein sogenannter Engpassberuf. Also ein Beruf, bei dem rein rechnerisch die Zahl der offenen Stellen die der Arbeitslosen übersteigt. Dabei zählen Studienabbrecher aus den MINT-Fächern, wie Medizintechnik, Mathematik, Physik und Biologie zu den vielversprechendsten Kandidaten für die Hörakustik. Sie merken nicht selten an der Universität, dass das Studium zu theoretisch ist.

Fähigkeiten, die ein Hörakustiker braucht

Gefragt sind neben Spaß an der Welt der Klänge und den physikalischen Zusammenhängen, manuelles Geschick und Kommunikationsfähigkeiten.

Außerdem Lust auf IT, also digitale Lösungen, Apps und moderne Konnektivität, denn in heutigen Hörsystemen steckt jede Menge High-Tech. Deshalb verlangt Eva Keil-Becker, Meisterin bei Hörakustik Becker und Vize-Präsidenten der Europäischen Union der Hörakustiker e.V. (EUHA) von ihren Nachwuchskräften vor allem, dass sie Neuerungen gegenüber offen sind: „Ich habe während meiner Ausbildung noch mit dem Schraubendreher nachjustiert. Heute arbeiten wir mit intelligenten Technologien, mit Smartphones und Tablets. Wir können sogar an Hörgeräten Fernpassungen vorzunehmen, also von der Filiale aus, wenn der Kunde zu Hause oder unterwegs ist.”

Eine hohe Lernbereitschaft ist bei den heutigen schnellen Fortschritten in der Hörgeräte-Technologie ebenfalls ein Muss.

Die kaufmännische Arbeit sollte einem ebenfalls liegen: Schließlich gehört unter anderem die Abrechnung mit den Krankenkassen zum Tagesgeschäft. Wer später eine eigenes Hörakustiker-Geschäft führen möchte, sollte sich schon bald mit Buchhaltung und Kalkulation vertraut machen.

Für Hörakustiker ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, allerdings bestehen die besten Chancen mit einem Realschul- oder höherem Abschluss. Studienabbrecher haben durch ihre Studienerfahrungen sehr gute Voraussetzungen, die Unternehmensleiter von morgen zu werden. Sie sind in der Regel etwas älter, verfügen über akademische Erfahrung, sind geübt in strukturiertem und selbstständigem Arbeiten und gewohnt, analytisch zu denken.

Ansprechpartner für alle Altersgruppen

Kinder und Menschen jeden Alters brauchen Hörsysteme, insbesondere ältere Menschen. Die Hörleistung nimmt ab einem Alter von 50 Jahren ab. Für den Hörakustiker ist ein gutes Gespür für Menschen wichtig: Der Hörakustiker muss sich auf jeden Kunden und dessen Sorgen und Bedürfnisse individuell einstellen. Es gehört auch zum Beruf, die Bedenken gegenüber Hörgeräten aufzulösen und darüber aufzuklären.

Einfühlungsvermögen und Empathie sind Grundvoraussetzungen. Berührungsängste sind fehl am Platz: Denn um beispielsweise Otoplastiken individuell anzufertigen, muss ein Abdruck des Ohres genommen werden.

Die Ausbildung zum Hörakustiker

Wie sich anhand der benötigten Fähigkeiten bereits erahnen lässt, erwartet einem in der Hörakustik eine sehr abwechslungsreiche Karriere. Die Anliegen der Kunden sind zahlreich und reichen von der Neujustierung der Hörgeräte über eine Beratung zu Cochlea-Implantate bis hin zu Kinderhörgeräten oder Hilfe bei Tinnitus.

Während der drei Ausbildungsjahre verdient der Azubi je nach Lehrjahr zwischen 800 und 1000 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung gibt es einige Karrierewege, die weiterführen. Man kann ein Hörakustikbachelor machen oder die Meisterschule besuchen, außerdem bietet sich auch die Möglichkeit zu einer universitären Karriere in der Audiologie.

Somit ist der Beruf des Hörakustikers eine spannende, abwechslungsreiche und zukunftssichere Karrieremöglichkeit. Neben den vielen Erfolgsmöglichkeiten ist der Aspekt, dass man Menschen hilft, wieder das Lachen der Enkel oder das Singen der Vögel hören zu können, wohl das Schönste an diesem wichtigen Berufsbild.

Einblicke über Ausbildung zum Hörakustiker zeigt dieses Video.

 

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