Mit allen Sinnen erleben

Mit allen Sinnen erleben

Wie Weihnachten ein Fest für Ihre Ohren wird

Da besondere Gefühl an Weihnachten hat viel mit unseren Ohren zu tun. Töne und Melodien wecken Erinnerungen aus der Kindheit und sorgen oft für Gänsehaut.

Weihnachten ist ein Fest für alle Sinne – es duftet, es schmeckt, es klingt ganz besonders im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen. Für die Meisten ist es nicht die Dauerberieselung mit Wham und Mariah Carey, die uns in Feierlaune versetzt. Klassische Weihnachtslieder, Glockengeläut, Weihnachtsgeschichten, Schneerieseln, prasselndes Feuer im Kamin – so klingt Weihnachten für die meisten. Das hat die Fördergemeinschaft Gutes Hören 2018 in einer Umfrage herausgefunden. Vor allem Musik löst Erinnerungen – oft aus unserer Kindheit – aus und entfaltet dadurch ihre emotionale Wirkung.

 

So entsteht Gänsehaut-Feeling durch Weihnachtsmusik

 

Wie Musik klingen muss, damit sie uns berührt und uns vielleicht sogar einen wohligen Schauer über die Haut jagt, hat der Musikwissenschaftler Eckart Altenmüller am Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover untersucht. Einen typischen Gänsehaut-Faktor, der bei jedem Zuhörer ein Kribbeln entfacht, konnte er allerdings nicht finden. Im Gegenteil: Ob uns ein Musikstück, eine bestimmte Melodie oder Akkordfolge emotional berührt, ist hauptsächlich Typsache. Besonders sensibel auf Musik reagieren nach seinen Studien Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten und selbst musizieren – vor allem, wenn sie „ihr“ Instrument hören. Häufig kribbelt es auch, wenn wir Musik hören, die in unserer Biografie eine wichtige Rolle spielt und uns etwa an einen schönen Sommerurlaub oder unsere erste große Liebe erinnert. Etwa 30 Prozent reagieren hingegen nie mit Gänsehaut auf Musik.

Am häufigsten verzaubert uns die menschliche Stimme, wie der Musikwissenschaftler und seine Arbeitsgruppe in einer 2010 veröffentlichten Studie zeigen konnte. Auch Instrumente, deren Klang dem der menschlichen Stimme ähnelt, wie etwa eine Bratsche, ein Cello, eine Geige oder ein Saxophon, lösen eher Gänsehaut aus. Entscheidend ist dabei allerdings der eigene Musikgeschmack. Ein Rapper erschaudert nicht bei Brahms, ein Heavy-Metal-Fan nicht bei Britney Spears – zumindest nicht im positiven Sinn. Hat ein Lied einmal eine Gänsehaut bei uns ausgelöst, behalten wir es besser im Gedächtnis. Das hängt laut Altenmüller vermutlich damit zusammen, dass unser Gehirn seit jeher auditive Muster speichert und so zwischen verschiedenen akustischen Reizen unterscheidet, zum Beispiel den Geräuschen eines heranschleichenden Raubtiers und den harmlosen Schritten eines Artgenossen – oder ein Weihnachtslied, das uns seit unserer Kindheit an Lebkuchen, Kerzenschein, Tannenduft und Vorfreude auf die Bescherung erinnert.

Die beliebtesten Weihnachtslieder aller Zeiten

  • Wussten Sie, dass das meistverkaufte Lied aller Zeiten ein Weihnachtslied ist? „White Christmas“ von Bing Crosby ist laut dem Guinness-Buch der Rekorde über 50 Millionen Mal über den Ladentisch gegangen.
  • Auf der Musikstreaming-Plattform Spotify sind Mariah Carey „All I want for Christmas is you“, „Last Christmas“ von Wham und „It`s beginning to look like Christmas“ von Michael Bublé die drei meistgehörten Songs in der Weihnachtszeit.
  • Das am häufigsten gecoverte Weihnachtslied ist der Klassiker „Stille Nacht“.

Advent, Advent und jeder rennt

 

Über die festtäglichen Klänge hinaus haben viele von uns im Lauf der Zeit Traditionen entwickelt und Bräuche übernommen, die das Weihnachtsfest untrüglich einläuten und prägen, ob es das gemeinsame Schmücken des Christbaums, das Krippenspiel in der Kirche, der Besuch eines Weihnachtskonzerts, CDs, die nur am 24. Dezember aufgelegt werden oder ein Filmklassiker ist, zu dem sich die Familie vor dem Fernseher versammelt. Nicht selten arten allerdings vor allem die letzten Tage vor Heiligabend in Stress aus. Letzte Geschenke müssen besorgt, Zutaten für das Festessen eingekauft und das Haus für das Familientreffen muss auf Hochglanz gebracht werden. Entschleunigung und Minimalismus sind die Zauberworte, die uns an den eigentlichen Ursprung des Festes zurückerinnern. Gemeinsame Zeit statt riesiger Geschenkeberge, ein einfaches Essen, das allen schmeckt statt, statt des opulenten Festmahls, für das man stundenlang in der Küche rotiert. An den Feiertagen ist endlich Zeit, die man in Ruhe mit Familie und Freunden verbringen kann. Und damit sich die Ohren von „Jingle Bells“ und „Feliz Navidad“ in Endlosschleife erholen können, raten wir: einfach mal abschalten und die Stille genießen oder Ohrstöpsel tragen, bevor Sie diese Ohrwürmer auch nach Weihnachten nicht mehr los werden.

 

Bei Geschenken auf die Lautstärke achten

 

Doch nicht nur bei der musikalischen Dauerberieselung in Shoppingcentern, im Radio und auf Weihnachtsmärkten, auch bei Geschenken für die jüngsten Familienmitglieder gilt: lieber eine Nummer leiser. Zwar erfreuen sich tutende und dudelnde Spielsachen größter Beliebtheit bei den Kleinsten. Aber so ein Feuerwehrauto mit Martinshorn, ein bimmelndes Spielhandy oder eine Cowboy-Pistole erreichen schnell eine Lautstärke, die für unser und das Gehör unserer Kinder schädlich ist. Sogar eine scheinbar harmlose Babyrassel kann einen Schalldruck von bis zu 90 Dezibel erreichen und ist damit so laut wie ein vorbeifahrender Zug. Eine Spielzeugpistole, die direkt am Ohr abgefeuert wird, kommt sogar auf 180 Dezibel und kann die empfindlichen Ohren von Babys und Kleinkindern irreparabel schädigen und zu einem dauerhaften Hörverlust führen.

Daher sollten Eltern, Großeltern, Onkels, Tanten und alle, die kleinen Verwandten zu Weihnachten eine echte Freude machen wollen, beim Geschenkekauf auf das GS-Siegel für Geprüfte Sicherheit und eine Lautstärkeangabe von maximal 80 Dezibel achten. Letzteres fehlt zwar oft auf Spielsachen, aber wen Sie den Warnhinweis „von den Ohren fernhalten“ lesen, sollten Sie lieber die Finger davon lassen und damit nicht nur die Ohren Ihrer Kinder und Enkelkinder, sondern auch Ihre Nerven schonen.

 

Gegen Langeweile zwischen den Jahren

 

Kinder genießen es, an den freien Tagen nach Weihnachten ausgiebig mit ihren Geschenken zu spielen. Damit die Tage „zwischen den Jahren“ auch für die Großen nicht langweilig werden, gibt es eine ganze Reihe an Filmklassikern, die zu Weihnachten einfach dazu gehören.

Die beliebtesten Weihnachtsfilme

  • „Drei Haselnüsse von Aschenbrödel“ – der Märchenklassiker ist der Film, der in vielen Haushalten zu Weihnachten dazugehört wie der Christbaum. Die Sendezeiten werden bereits vorher veröffentlicht, sodass bei der Planung aller übrigen Feiertagsaktivitäten darauf Rücksicht genommen werden kann.
  • Kevin und Cedric sind zwei Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum weihnachtlichen TV-Programm zählen sie in „Kevin – Allein zu Haus“ und „Der kleine Lord“ allerdings beide.
  • Abgesehen von diesen drei Klassikern gibt es noch einige Blockbuster, die je nach Geschmack an Weihnachten jedes Jahr über die Bildschirme flimmern. Dazu zählen die Sissi-Filme ebenso wie die Trilogie „Santa Clause“, der Animationsfilm „Der Polarexpress“ und die Romantikkomödie „Tatsächlich… Liebe“.

Wer vom übermäßigem TV-Genuss „eckige Augen“ bekommen hat, findet bei einem Gesellschaftsspiel eine willkommene Abwechslung. Zu den beliebtesten Familienspielen zählen zwar nach wie vor die Evergreens „Mensch ärgere dich nicht“, Monopoly, Uno, „Die Siedler von Catan“, Scrabble und „Trivial Pursuit“. Aber auch das zum Spiel des Jahres 2019 gekürte „Just One“ verspricht viel Spaß in geselliger Runde: Dabei versuchen mehrere Spieler Begriffe anhand von Hinweisen zu erraten, die allerdings nur jeweils einmal – daher der Name – gegeben werden dürfen. Gut, wenn sich in einer solch turbulenten Runde jeder, ob mit oder ohne Hörgeräte, auf sein Gehör verlassen kann und niemand befürchten muss, seine Mitspieler im Wortgefecht nicht mehr zu verstehen.

 

Ohrschmuck mit Hightech inside

 

Für alle, die die freie Zeit vor dem Jahreswechsel zum stilvollen Feiern oder für einen Theater- oder Opernbesuch nutzen wollen, gibt es passende Hörgeräte zum schicken Gala-Outfit, die nicht nur Hightech, sondern auch modische Accessoires sind. Dafür kombinieren einige Hörgeräte-Hersteller Schmuck und Hörtechnik. Das Ergebnis sind Hörgeräte, die wie edle Ohrringe aussehen und perfekt mit dem eleganten Abendkleid harmonieren. In Form eines Ohrläppchen-Tunnels bieten die schicken Hörclips im Innern Platz für die Technik des Hörsystems, so dass dieses kaum mehr sichtbar ist. Angefertigt in präziser Handarbeit, ist der Hörschmuck auch ein Geschenk, das an Heiligabend sicher für leuchtende Augen sorgt. In diesem Sinne: ein fröhliches, ruhiges und erholsames Weihnachtsfest!

Sie sehen den Feiertagen mit Sorge entgegen, weil Sie in größerer Runde Schwierigkeiten haben, alles zu verstehen? Dann ist es höchste Zeit für einen Hörtest. Damit kann ein Hörakustiker oder ein HNO-Arzt feststellen, ob Hörgeräte Ihnen helfen, auch in lauten Umgebungen wieder gut zu hören und sich mit Familie und Freunden zu unterhalten.

 

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