Das Ohrwurm-Erfolgsrezept

Das Ohrwurm-Erfolgsrezept

Wie erschafft man einen Ohrwurm?

Für die Musik-Industrie ist es der Heilige Gral: Die Formel für die Erschaffung eines Ohrwurms. Laut einer Studie wurde sie nun entdeckt.

Sie kennen das sicher: Morgens auf dem Weg zur Arbeit läuft das Radio, zwischen dem Unterhaltungsprogramm der Moderatoren spielt ein Musik-Hit nach dem anderen. Der eine bleibt im Kopf, befällt regelrecht Ihr Gehör und lässt Sie den ganzen Tag nicht mehr los – der Ohrwurm. Warum wir Ohrwürmer haben, führen Forscher unter anderem auf den Zeigarnik-Effekt zurück. Aber was muss ein Lied haben, damit es uns nicht mehr aus dem Kopf geht?

Ein Team aus deutschen und britischen Forschern hat nun die musikalischen Eigenschaften und die Popularität von bekannten Ohrwurm-Liedern untersucht. Dazu prüften sie hundert Songs anhand von mehr als dreiundachtzig verschiedenen Merkmalen. Und tatsächlich: Die Wissenschaftler fanden drei Punkte, die gemeinsam dafür sorgen, dass sich ein Hit in den Kopf einnistet.

Punkt 1: Nur wer schnell ist, gewinnt

Wie einprägsam ein Musikstück ist, hängt zu großen Teilen von seinem Tempo ab. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Ohrwürmer durchschnittlich ein Tempo von 120 BPM – also Beats pro Minute – haben. Grundsätzlich gilt also: Je schneller ein Lied ist, umso einprägsamer ist es auch.

Punkt 2: Die Melodie gibt den Ton an

Neben der Geschwindigkeit entscheidet auch die Melodie, wie ohrwurmtauglich ein Song ist. Ansteigende und fallende Tonhöhen erwiesen sich dabei am effektivsten. Zudem sollte die Melodie nicht zu sehr von gewohnten Frequenzen abweichen. Die Tonfolge sollte etabliert und typisch für die gewohnte Popmusik sein – dadurch ist sie besonders eingängig.

Punkt 3: Masse statt Klasse?

Der dritte Punkt hat weniger mit dem Aufbau des Liedes, sondern vielmehr mit seiner Verbreitung zu tun: die ständige Wiederholung. Meist finden sich Ohrwurm-Melodien in den Charts wieder. Denn je eingängiger ein Song ist, desto wahrscheinlicher kommt er auch in die Charts. Wenn er in den Hitparaden landet, dann hören wir ihn auch dementsprechend häufig. Und je öfter wir ihn hören, richtig: Umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass er in unserem Gehör hängen bleibt.

Schalten Sie auf dem Heimweg von der Arbeit doch einfach wieder das Autoradio ein. Vielleicht wartet bereits eine neue Ohrwurm-Melodie darauf, Sie auf längere Zeit zu begleiten. Und wenn Sie Ohrwürmer vor allem als lästig empfinden: Rechtzeitig abschalten!

Warum unser Verstand überhaupt für Ohrwürmer anfällig ist und wie Sie sie loswerden können, lesen Sie unseren Beitrag: Warum haben wir Ohrwürmer? Welche Musik uns am besten entspannt, erfahren Sie hier: Kopf aus – Musik an!

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