Longevity beginnt im Ohr
Gesund altern: Diese Rolle spielt das Gehör
Zeit für einen gesunden Jahresstart: Longevity ist längst kein Trend mehr, sondern eine Frage von Haltung und Selbstfürsorge. Was viele noch nicht wissen: Gesundes Altern beginnt auch mit dem Thema Hörgesundheit.
Das neue Jahr hat begonnen und viele von uns haben sich vorgenommen, gesund hinein zu starten. Dabei geht es oft nicht nur darum, die eigene Gesundheit kurzfristig zu verbessern, sondern sie möglichst lange zu bewahren – ganz im Sinne von Longevity. Wer gesund altern möchte, denkt dabei meist zuerst an Bewegung, Ernährung und mentale Fitness, Hörgesundheit fehlt oft auf der Liste.
Dabei hängen Longevity und das Gehör eng zusammen: Gutes Hören trägt entscheidend dazu bei, geistig und körperlich fit zu bleiben, soziale Kontakte zu pflegen und so lange wie möglich im Alltag alles selbst ohne Hilfe Dritter bewältigen zu können. Denn u.a. trägt ein intaktes räumliches Hören dazu bei, dass wir uns sicher im städtischen Umfeld bewegen. Wir zeigen Ihnen fünf Longevity-Routinen, mit denen Sie Ihrem Gehör und gleichzeitig Ihrem gesamten Körper etwas Gutes tun.
Was ist Longevity?
Longevity bedeutet „Langlebigkeit“. Entscheidend ist dabei nicht die maximale Lebensspanne, sondern möglichst viele Jahre in körperlicher, geistiger und sozialer Gesundheit zu verbringen.
Typische Bereiche von Longevity sind:
- Gesunde Ernährung und Supplementierung (Ernährung ergänzen)
- Sport und Bewegung
- Guter Schlaf und wenig Stress
- Prävention, etwa durch regelmäßige Gesundheits-Check-ups
- Technologien, z. B. zum Tracken von Körperfunktionen
- Anti-Aging-Forschung
- Auch ein gesundes Hörsinn ist ein Schlüsselfaktor für die Gesundheit.
Wer auf sein Gehör achtet, gewinnt an Lebensqualität, weil er an Gesprächen, Treffen mit Familie und Freunden etc. uneingeschränkt teilnehmen kann. Wer nicht gut hört, zieht sich oftmals zurück und verliert an sozialer Interaktion.
Gesundes Gehör und gesundes Altern gehen Hand in Hand
Das Gehör ist eine zentrale Schnittstelle unseres Körpers. Es beeinflusst Orientierung, kognitive Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Balance und soziale Teilhabe – und damit zentrale Einflussfaktoren für Lebensqualität und psychische Gesundheit.
Viele Longevity-Rituale funktionieren nur, wenn die Sinnes- und Körperwahrnehmung intakt ist. Daher basieren viele Longevity-Routinen auf einem funktionierenden Hören und einer guten akustischen Verarbeitung. Umgekehrt wirken sich Longevity-Rituale für das Gehör meist positiv auf den gesamten Körper aus.
Wieso wir das Gehör nicht außer Acht lassen dürfen
Hören ist ein Frühindikator für die körperliche und geistige Gesundheit. Die Folgen einer unbehandelten Hörminderung können eine Vielzahl von negativen Auswirkungen haben, etwa häufige Müdigkeit und Antriebslosigkeit, soziale Isolation, Einsamkeit oder mentales Unwohlsein bis hin zur Depression. Darüber hinaus haben Studien ein erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung mit Hörverlust festgestellt.
Weitere Studien (z. B. Lancet Comission oder Conceição Santos de Oliveira et al., 2023) zeigen zudem, dass Schwerhörigkeit zu den größten Risikofaktoren für einen beschleunigten kognitiven Abbau zählt – und gleichzeitig zu den Faktoren, die sich im Vorfeld am besten beeinflussen lassen.
Fünf Longevity-Routinen für Körper, Geist und Gehör
Wer sein Gehör erhält, stärkt somit gleichzeitig seine kognitiven Reserven und damit die Fähigkeit, mental gesund alt zu werden. Mit den folgenden fünf einfachen Routinen integrieren Sie Longevity-Rituale unkompliziert in den Alltag und tun Ihrem Gehör sowie Ihrem gesamten Körper etwas Gutes:
- 5-Minuten-Stille-Routine: Sich fünf Minuten bewusst einer Stille auszusetzen und ganz bei sich zu sein, entlastet die Hörzellen, beruhigt das gesamte Nervensystem und fördert die mentale Erholung.
- Lautstärke-Check im Alltag: Kopfhörer, Straßenlärm, elektrische Geräte – welche Lautstärke herrscht gerade um Sie herum? Lärm stresst nicht nur das Gehör und kann es schädigen, sondern versetzt den gesamten Körper in einen ungesunden Stresszustand. Machen Sie sich bewusst, was Sie hören, und versuchen Sie, den Geräuschpegel zu reduzieren.
- Regelmäßige Hörtest: Professionelle Hörtests bei Hörakustikern oder HNO-Ärzten gehören auf jede Gesundheits-Checkliste. Sie sind niedrigschwellig, präzise und eine der wirkungsvollsten Präventionsmaßnahmen gegen frühzeitiges kognitives Ab dem 50. Lebensjahr sollte alle zwei Jahre ein Hörtest gemacht werden.
- Ernährung für Gefäße und Sinneszellen: Eine mediterran angelehnte Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Fisch, Nüssen und gesunden Fetten unterstützt die Gefäßgesundheit, auch im Ohr. Sie liefert Antioxidantien, Omega‑3-Fettsäuren, Magnesium, Kalium, B‑Vitamine und Zink, die sich positiv auf das Gehör auswirken können.
- Bewegung ist gut für‘s Ohr: Bewegung fördert die Durchblutung im Innenohr. Als Empfehlung gilt: 150 Minuten leichter Aktivität pro Woche zahlen auf die Hörgesundheit ein. Zügiges Gehen oder Radfahren verbessern die Durchblutung bis in die feinen Gefäße der Hörschnecke und senken so das Risiko für altersbedingten Hörverlust. Wenn man jeden Tag ein bisschen Bewegung in den Tagesablauf einbaut, wie kurze Spaziergänge, sind die 150 Minuten pro Woche schnell erreicht.
Bei Hörverlust schnell reagieren
Wenn Sie feststellen, dass Ihr Gehör nachlässt oder bereits eine beginnende Schwerhörigkeit diagnostiziert wurde, ist eine frühzeitige Versorgung entscheidend. Sie sollten nicht mehrere Jahre damit warten. Es wird dann schwieriger, sich an Hörgeräte und an die Geräusche und Klänge des Alltags zu gewöhnen. Moderne Hörsysteme bringen Lebensqualität zurück, erleichtern den Alltag und unterstützen Sie dabei, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben.
Zahlreiche Untersuchungen widmen sich in jüngerer Zeit dem Zusammenhang zwischen unversorgter Schwerhörigkeit und dem Abbau kognitiver Leistungen, insbesondere Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung sowie Lern- und Problemlösefähigkeit. Weltweit große Aufmerksamkeit erfuhr der Bericht der internationalen Lancet-Kommission, welche den möglichen Einfluss einer unversorgten Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter auf das spätere Demenzrisiko untersucht hat (Livingston et al. 2020). Einen kausalen Zusammenhang identifiziert die Studie nicht.
Die konsequente Nutzung moderner Hörtechnik in Kombination mit Audiotherapie reduziert Stress, stärkt die eigene Autonomie und verbessert nachhaltig die Lebensqualität im Alter.
Investieren Sie mit Hörtests aktiv in gesundes Altern!
Wer sein Gehör frühzeitig schützt, regelmäßig überprüfen lässt und bei Bedarf konsequent versorgt, investiert aktiv in ein gesundes Altern. Ein professioneller Hörtest ist dabei der wichtigste erste Schritt. Besonders empfehlenswert sind regelmäßige Hörtests ab etwa 50 Jahren, vor allem für Menschen, die häufig Lärm ausgesetzt oder familiärer vorbelastet sind.
Als Experten für gutes Hören können Hörakustiker und HNO-Ärzte schnell und unkompliziert feststellen, wie es um Ihr Hörvermögen steht und wie Veränderungen beim Hören rechtzeitig behandelt werden können.
Praxen und Niederlassungen in ganz Deutschland finden Sie in der Akustiker-Suche bzw. HNO-Arzt-Suche auf Ihr-Hoergeraet.de.
Longevity ist ein Trend, der bleibt. Neben Sport und Ernährung spielt ein gesunder Hörsinn eine wichtige Rolle. Die Gesundheit unseres Gehörs kann beeinflussen, wie wir altern – geistig und sozial. Beginnen Sie das Jahr 2026 doch am besten direkt mit einem Hörtest!
FAQs
Was ist Longevity?
Longevity bedeutet „Langlebigkeit“. Ziel ist es, die Lebensdauer zu verlängern und die Zeit so lange wie möglich in körperlicher, geistiger und sozialer Gesundheit zu verbringen. Viele Longevity-Rituale funktionieren nur, wenn die Sinnes- und Körperwahrnehmung intakt ist. Sie basieren deshalb auf gutem Hören und guter akustischer Verarbeitung. Umgekehrt wirken sich Longevity-Rituale für das Gehör meist positiv auf den gesamten Körper aus.
Wie hängen gesundes Altern und Hören zusammen?
Wer gesund altern möchte, denkt dabei meist zuerst an Bewegung, Ernährung und mentale Fitness, doch Hörgesundheit fehlt oft auf der Liste. Dabei hängen Longevity und ein gesunder Hörsinn eng zusammen: Gutes Hören trägt entscheidend dazu bei, geistig und körperlich fit zu bleiben, soziale Kontakte zu pflegen und sich so lange wie möglich sicher im Alltag zu bewegen.
Wann sollte ich einen Hörtest machen?
Wer sein Gehör frühzeitig schützt, regelmäßig überprüfen lässt und bei Bedarf konsequent versorgt, investiert aktiv in ein gesundes Altern. Ein professioneller Hörtest bei Hörakustikern oder HNO-Ärzten ist dabei der wichtigste erste Schritt. Besonders empfehlenswert sind regelmäßige Hörscreenings ab etwa 50 Jahren, vor allem für Menschen, die häufig Lärm ausgesetzt oder familiärer vorbelastet sind.