Kopfhörer: Voller Klang für unsere Ohren

Kopfhörer: Voller Klang für unsere Ohren

In-Ear, On-Ear oder Over-Ear, welche Kopfhörer sich am besten für unsere Ohren eignen

Ob beim Sport, in der Bahn, im Wartezimmer oder am Arbeitsplatz: Kopfhörer sind heutzutage unser ständiger Wegbegleiter. Dabei geht es bei der Wahl der Kopfhörer nicht allein darum, in Ruhe Musik zu hören. Die Wahl des passenden Modells hängt sowohl vom Einsatzzweck und dem Stil als auch vom eigenen Wohlbefinden ab.

In-Ear, On-Ear oder Over-Ear, welche Kopfhörer sind die Richtigen?

Die richtigen Kopfhörer zu finden, gestaltet sich gar nicht so leicht und kann sich schnell als richtige Wissenschaft herausstellen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Varianten am Markt, die sich durch Form, Funktion und Gebrauch deutlich unterscheiden.

In-Ear Kopfhörer – für Sportler und aktive Menschen

In-Ear Kopfhörer werden direkt in den Gehörgang gesteckt, sodass sie festen Halt haben und von außen kaum sichtbar sind. Besonders für Sportler und aktive Menschen sind solche Kopfhörer sehr attraktiv, da sie selbst bei starken Bewegungen kaum verrutschen.

Ein weiterer Vorteil der In-Ear Kopfhörer ist, dass sie klein und somit leicht verstaubar sind. Sie müssen allerdings gut in das jeweilige Ohr passen, da die Ohren eines jeden Menschen anders sind.

Der Nachteil ist, dass sie nah am Trommelfell sitzen und somit eine höhere Gefahr der Hörschädigung sowie einer zu starken Abschottung von Außengeräuschen, z.B. im Straßenverkehr, besteht. Anlässlich des Welttag des Hörens appelliert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), beim Musikhören über Kopfhörer die Lautstärke zur Sicherheit auf maximal Sechzig Prozent einzustellen, um Schäden am Gehör zu vermeiden. Auch sind regelmäßige Hör-Pausen zu empfehlen: Um einer Lärmschwerhörigkeit vorzubeugen, sollten sich die Ohren von längerer Beschallung erholen können.

On-Ear und Over-Ear Kopfhörer – die Muschelkopfhörer für unterwegs

On-Ear und Over-Ear Kopfhörer befinden sich im Gegensatz zu den In-Ear Kopfhörern außerhalb der Ohrmuschel.

Der größte Unterschied zwischen beiden Modellen ist, dass die Polster der Over-Ear Kopfhörer die Ohrmuschel umschließen, während die Polster der On-Ear Kopfhörer direkt auf den Ohren liegen. Es wird gesagt, dass der Klang beider Varianten natürlicher sei als bei Kopfhörern, die direkt im Ohr stecken.

Dennoch sind On-Ear und Over-Ear Kopfhörer für unterwegs etwas unhandlicher, da sie größer und schwerer sind. Zudem sollten die Kopfhörer nicht zu eng eingestellt werden, da schnell ein unangenehmes Druckgefühl entstehen kann.

Für Brillenträger empfehlen sich eher Over-Ear Kopfhörer, da sie das Ohr umschließen und nicht direkt auf der Ohrmuschel sitzen. So wird ein geringerer Druck auf den Brillenbügel erzeugt und der Tragekomfort verbessert.

Haben Ohrpolster Einfluss auf den Klang?

Ohrpolster werden bei On-Ear und Over-Ear Kopfhörern genutzt. Sie schmiegen sich bequem an die Ohrmuschel und sorgen für einen bequemen Tragekomfort.

Nach einiger Zeit nutzen sich diese Polster jedoch ab und liegen nicht mehr optimal auf den Ohren, was die Klangqualität beeinträchtigt. Wann die Polster ausgewechselt werden sollten, hängt ganz von der Häufigkeit des Tragens ab.

Noise Cancelling – sollte man seine Umgebungsgeräusche wirklich ausschalten?

Kopfhörer an, Welt aus – Noise Cancelling Kopfhörer unterdrücken die Umgebungsgeräusche und lassen Lärm mit künstlich erzeugtem Antischall verstummen.

Die Technik wurde ursprünglich für Vielreisende im Flug- und Bahnverkehr genutzt, da Noise Cancelling besonders gut bei tiefen Frequenzen, wie dem tiefen Dröhnen von Flugzeugtriebwerken, funktioniert.

Aber auch in alltäglichen Situationen, wie beispielsweise am Arbeitsplatz, ist die Technik sinnvoll. Oftmals versucht man mit aufgedrehter Musik auf den Ohren, die Umgebungsgeräusche zu übertönen. Mit Noise Cancelling Kopfhörern werden die Umgebungsgeräusche hingegen per Knopfdruck ausgeschaltet, man kann sich vollständig auf die eigene Arbeit konzentrieren und die Gefahr einer Hörschädigung durch dauerhaft zu laute Musik reduziert sich deutlich.

So schön es auch sein mag, die Störgeräusche im Alltag einmal auszublenden, sollte man auf belebten Plätzen und vor allem im Straßenverkehr nichtsdestotrotz aufpassen. Wer seine Umgebung komplett ausblendet, kann nicht oder zu spät auf Gefahrensituationen reagieren und stellt auch für seine Mitmenschen ein hohes Risiko dar. Insbesondere beim Fahrrad- oder Autofahren, aber auch als Fußgänger kann man gegebenenfalls wichtige Geräusche, auf die man sonst reagieren könnte, nicht hören. Hier kann es zu gefährlichen Situationen bis zu Unfällen kommen.

Gutes Hören mit maximaler Diskretion – wie gut funktionieren die getarnten Im-Ohr Hörgeräte?

Auch Träger moderner Hörgeräte achten auf Stil und Diskretion. Ob man sich für ein Im-Ohr-Hörgerät (IdO) oder für ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät (HdO) beim Hörakustiker entscheidet, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Art und Grad der Hörminderung, der Ohrform und den Vorlieben des potenziellen Hörgeräteträgers ab.

Es gibt auch moderne Hörgeräte im Ear-Bud Design. Hier werden die Grenzen zwischen Hörsystemen und „Hearables“, modernen Kopfhörern, immer fließender. Diese modernen Hörsysteme-Lösungen erinnern an Bluetooth-Kopfhörer. Als Außenstehender kann man gegebenenfalls nicht erkennen, ob eine Person echte Hörsysteme trägt oder nur Ear-Bud Hearables. Wie für die Hearables gilt auch für Bluetooth-fähige moderne Hörsysteme, dass über sie gehörte Musik direkt über das  Smartphone gesteuert werden kann.

Sollten Sie eine Hörminderung bei sich vermuten, empfiehlt sich ein kostenloser Hörtest bei einem Hörakustiker in der Nähe. Bei anderen Beschwerden mit Ihrem Gehör oder Ihren Ohren wenden Sie sich an einen HNO-Arzt, um dies gründlich überprüfen zu lassen.

 

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