Schwerhörigkeit – ein unterschätztes Risiko

Schwerhörigkeit – ein unterschätztes Risiko

Folgeerkrankungen einer Hörschwäche sind vermeidbar – wenn man sie kennt

Nur 11 Prozent der Deutschen kennen den Zusammenhang zwischen einer Hörminderung und Demenz. Das zeigt die aktuelle EuroTrak-Studie 2018.

Die möglichen Folgen einer abnehmenden Hörfähigkeit werden in Deutschland stark unterschätzt. Insbesondere der Zusammenhang mit Demenzerkrankungen ist kaum bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle EuroTrak-Studie 2018 des Schweizer Marktforschungsunternehmens Anovum im Auftrag der Europäischen Vereinigung der Hörgerätehersteller (EHIMA) mit Blick auf Deutschland.

Demnach sehen 47 Prozent der Befragten keinerlei Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und anderen Erkrankungen. Immerhin 30 Prozent gaben an, dass Gehörlosigkeit mit Depressionen in Verbindung stehen könnte, 22 Prozent halten Schlafstörungen und Bluthochdruck als Folgeerkrankungen für möglich. Demgegenüber ist es jedoch nur für 11 Prozent der Befragten denkbar, dass es einen Zusammenhang zwischen schwindendem Hörvermögen und Demenz gibt. Genau das ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Auch das Ohr vergisst

Dass Hörverlust die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann, erschließt sich recht einfach: Je weniger akustische Signale das Gehirn erreichen, desto weniger Informationen werden verarbeitet. Das Gehirn wird weniger gefordert und verlernt – man könnte auch sagen, das Ohr vergisst.

Dieses Risiko wird bedingt durch den demographischen Wandel größer. Nach aktuellen Prognosen steigt die Zahl von aktuell 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland auf rund 3 Millionen bis 2050. Der Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz wurde durch verschiedene Studien belegt. 35 Prozent des Risikos einer Demenzerkrankung sind nicht genetisch und lassen sich damit beeinflussen. Hierunter fallen etwa soziale Isolation, Depressionen, Rauchen oder auch Bewegungsmangel. Hörverlust ist dabei mit 9 Prozent der größte modifizierbare Faktor, der eine Demenzerkrankung begünstigt. Ein Risiko, das sich leicht reduzieren lässt.

Aufklärung und Prävention

Das Gehör ist ein zentrales Medium für den Transport von Informationen ins Gehirn. Ihn zu erhalten, ist elementar für die persönliche Lebensqualität. Die Ergebnisse der EuroTrak-Studie zeigen einen großen Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Risiken von Hörverlust. Ein wichtiger Ansatz ist Prävention. Zum Beispiel über regelmäßige Hörtests und – sollte eine Hörminderung festgestellt werden –  konsequentes Tragen von Hörgeräten.

Sie bemerken schon erste Anzeichen, dass Sie schlechter hören als früher? Dann ist es Zeit, einen Hörakustiker oder einen HNO-Arzt aufzusuchen. Über unsere Suchen finden Sie den Experten direkt bei Ihnen in der Nähe. Und wenn Sie sich nicht sicher sind? Dann machen Sie unseren Online-Hörtest direkt hier auf der Plattform.

Die gesamte Studie EuroTrak Germany 2018 finden Sie hier.

Mehr über den Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz erfahren Sie in unserem Artikel „Auch das Ohr vergisst“.

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