Bereits früher Hörverlust kann Demenz begünstigen

Bereits früher Hörverlust kann Demenz begünstigen

Zufällige Entdeckung bringt überraschende Erkenntnisse

Forscher stießen auf etwas Unerwartetes: Bei einer unbehandelten Hörminderung verändert sich die Art, wie unser Gehirn Geräusche verarbeitet, früher als erwartet.

Es ist bereits vielfach belegt, dass ein unbehandelter Hörverlust das Risiko erhöht, an Demenz zu erkranken. Jetzt brachte eine Studie der Ohio State University ganz neue Erkenntnisse ans Tageslicht. Ursprünglich wollten die Forscher vergleichen, wie sich unterschiedlich komplexe Satzstrukturen auf die Gehirn-Aktivität auswirken. Da einige junge Erwachsene aus der Testgruppe eine geringe Hörminderung vorwiesen, beobachteten die Forscher während der Untersuchung bei diesen Probanden einen überraschenden Unterschied.

Schwerhörigkeit wirkt sich schon in jungen Jahren auf Gehirnaktivitäten aus

Bei den Altersgenossen ohne Hörminderung war bei den Testverfahren nur die linke Gehirnhälfte aktiv – typisch für die Sprachverarbeitung. Bei den Studienteilnehmern mit leichter Schwerhörigkeit dagegen arbeiteten beide Gehirnhälften. Trotz der geringen Einschränkung und des jungen Alters kompensiert das Gehirn also bereits mit dem rechten frontalen Kortex, was normalerweise nur bei älteren Menschen üblich ist.

Frühere Untersuchungen ergaben, dass Menschen mit leichter Hörschwäche doppelt so oft an Demenz erkranken wie üblich. Die Beobachtung der Ohio State University zeigt nun deutlich, wie unerwartet früh die Auswirkungen auf das Gehirn beginnen. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig zu handeln.

Minimieren Sie das Risiko

Bereits ein leichter Hörverlust – bleibt er unbehandelt – kann sehr früh große Auswirkung auf unser Gehirn haben. Somit ist für jedes Alter wichtig: Sollten Sie schlecht hören oder feststellen, dass Ihre Hörleistung nachlässt, gilt es, schnellstmöglich Ihre Ohren testen zu lassen.

So kann eine mögliche Schwerhörigkeit frühzeitig diagnostiziert und die Behandlung begonnen werden. Je früher dies geschieht, desto mehr verringert sich auch das Risiko, dass sich Ihr Gehirn auf die Schwerhörigkeit einstellt. Gleichzeitig wird auch die Gefahr minimiert, dass Sie im Alter an Spätfolgen leiden. Bei Bedarf wird für Sie ein Hörgerät angepasst. Hierzu kann Sie der HNO-Arzt oder Hörakustiker Ihres Vertrauens bestens beraten.

In unserem Überblick zu Demenz und Schwerhörigkeit erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

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