Studie belegt: Männer hören nicht zu

Studie belegt: Männer hören nicht zu

Ein schlechtes Gehör kann viele Ursachen haben

Eine britische Studie belegt – was viele Frauen sicherlich schon immer vermutet haben – Männer hören einfach nicht zu. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Schlecht hören kann jedoch auch durchaus an einem schlechten Gehör liegen. Wir klären auf!

Auf einen Blick

  • Studie: Männer hören nicht zu – Frau aber auch nicht
  • Schlecht hören kann vielschichtige Ursachen haben
  • Tipps, um einer Schwerhörigkeit frühzeitig entgegenzuwirken

Haben Männer öfter ein schlechtes Gehör? Eine Studie des britischen Optikers und Hörgerätehersteller Scrivens belegt, Männer hören einfach nicht zu. So gaben die befragten Frauen an, dass ihr Partner sie 388 Mal im Jahr ignoriert und unter einem selektiven Hörproblem leidet. Aber auch Frauen sollten sich nicht zurücklehnen. Denn auch die männlichen Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass ihre Partnerinnen schlecht hören – und zwar 339 Mal im Jahr. An der Studie des britischen Optiker und Hörgerätehersteller Scrivens nahmen 2.000 Menschen teil.

Was ist das selektive Gehör?

Das selektive Gehör ist auch bekannt als Cocktailparty-Effekt. Das ist die Fähigkeit unseres Gehörs in einer geräuschvollen Umgebung mit vielen Stimmen – wie dies bei einer Party der Fall ist – einer bestimmten Unterhaltung folgen zu können.

Diese Fähigkeit besitzen wir allerdings nicht von Geburt an. Mit einem schlechten Gehör hat das jedoch nichts zu tun. Vielmehr haben Kinder große Probleme, einem Gespräch in einer Umgebung mit vielen Hintergrundgeräuschen zu folgen. Im Alter von sechs bis neun Jahren ist das selektive Hören längst noch nicht voll entwickelt. Das bestätigt eine Studie, bei der Forscher 20 Probanden jeder Altersklasse mit Cocktail-Party-Situationen konfrontiert haben. Während das Gehirn bei Erwachsenen in der Lage war, einem Geschichtenerzähler in einer geräuschvollen Umgebung zu folgen, hatten Kinder damit große Probleme. Je lauter die Hintergrundgeräusche wurde, umso schlechter hörten die Heranwachsenden. Während sich bei Kindern und Jugendlichen der Cocktailparty-Effekt erst noch entwickeln muss, kann ein selektives Gehör bei Erwachsenen durchaus ein Anzeichen für eine Hörminderung sein.

Insgesamt glauben etwa drei Viertel aller befragten Frauen und Männer, dass ihr Partner grundsätzlich ein selektives Gehör hat. Insbesondere dann, wenn es um alltägliche Dinge wie das Abholen der Kinder, das Rausbringen das Abfalls, Betten machen oder das Ausräumen der Spülmaschine geht, ist schlecht hören bei Männern und Frauen ziemlich angesagt. Aber auch die vergessene Theater- oder Kinoverabredung oder das Nichtauftauchen beim Italiener kann durchaus mit einem selektiven Gehör in Zusammenhang stehen. 

Warum schlecht hören nicht immer absichtlich ist

Schlecht hören kann allerdings sehr vielschichtige Ursachen haben. So gab ein Drittel der Umfrageteilnehmer an, dass sie schon einmal den Eindruck hatten, dass ihr Lebensgefährte von den Lippen abgelesen hat. Und jeder zweite ist sich sogar ziemlich sicher, dass der Partner leise vor sich hinmurmelt. Genau diese Verhaltensweise kann durchaus ein Anzeichen für ein schlechtes Gehör sein. Denn in Wirklichkeit redet das Gegenüber klar und deutlich, aber man selbst hört einfach nur nicht mehr gut und empfindet deshalb, dass der Partner nuschelt 

Welche Folgen ein schlechtes Gehör haben kann

Die Folgen können weitreichend sein: Mit einem schlechten Gehör einhergehen oftmals nicht nur viele Missverständnisse, die sich in der Regel ziemlich negativ auf eine Beziehung auswirken. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu Isolation und Depressionen führen. Die Ursachen für ein schlechtes Gehör können sehr unterschiedlich sein. Neben der Dauerbelastung durch Lärm, Vererbung und Infektionen können auch Medikamente, Alkohol oder Rauchen zu einem schlechten Gehör führen, genauso wie auch ein altersbedingtes Nachlassen des Gehörs. Das alles passiert meist eine ganze Zeitlang unbemerkt, weil ein Hörverlust in den häufigsten Fällen schleichend auftritt. Daher werden viele Auswirkungen einer Schwerhörigkeit oft erst sehr spät in den richtigen Zusammenhang gebracht.  

Wie sich ein schlechtes Gehör frühzeitig erkennen lässt

Es gibt einige Anzeichen, die auf ein schlechtes Gehör hindeuten. Neben einem auffällig selektiven Gehör kann dies beispielsweise der Fall sein, wenn der Fernseher sehr laut ist, das Klingeln des Telefons überhört wird oder wenn Sie sich abends oft sehr müde und gestresst fühlen. Aber auch Ohrengeräusche können ein erstes Anzeichen für ein schlechtes Gehör sein. Sollten Sie bei sich oder Personen in Ihrem engen Umfeld solche Symptome bemerken, ist es ratsam einen HNO-Arzt aufzusuchen. Dieser kann anhand eines Hörtests feststellen, ob Sie unter einer Schwerhörigkeit leiden.  

Heutzutage gibt es längst moderner Hörgeräte die dafür sorgen, dass Sie wieder gut hören – und ihren Partner auch gut verstehen. Denn moderne Hörsysteme bieten ein – auf jede individuellen Situation – angepasstes Hörerlebnis. Zudem steigern sie durch eine Vielzahl technischer Finessen die Freude an der Kommunikation mit anderen Menschen, an Freizeitaktivitäten, Film- und Musikgenuss und tragen auf diese Weise zu einer höheren Lebensqualität bei. Und sehr wichtig: eine optimale Versorgung und das regelmäßige Tragen der Hörgeräte beugen zahlreichen gesundheitlichen Folgen vor, die mit einem schlechten Gehör einhergehen.  

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