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Hörphänomene: Schau mal, wer das spricht?

Wie unsere Ohren Schallsignale orten

Wir bewegen uns durch den Alltag mit einer Vielzahl an Geräuschen und Lärmquellen. Egal, ob im Büro, bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder einem Abendessen in einem gut besuchten Restaurant. Die Fähigkeit des guten Hörens steuert uns durch den privaten und beruflichen Alltag. Dabei spielt das Richtungshören eine besonders wichtige Rolle.

Neben dem Sehen ist das Hören für unsere Orientierung und Wahrnehmung das wichtigste Sinnesorgan. Egal, ob wir im Straßenverkehr akustische Warnsignale wie Martinshörner oder klingelnde Radfahrer hören müssen oder versuchen, im Büro ein Gespräch mit Kollegen zu führen, obwohl der Arbeitskollege gegenüber telefoniert. Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen ein gutes Gehör wichtig ist. Besonders wichtig für unsere Orientierung in diesen Situationen ist das so genannte Richtungshören.

Richtungshören

Richtungshören bezeichnet die Fähigkeit, zu lokalisieren, woher ein bestimmtes Schallsignal oder Geräusch kommt. Unser Gehirn wertet dafür die unterschiedlichen Schallsignale aus, die es von den beiden Ohren erhält. Und daran erkennen wir, wohin wir blicken müssen, wenn beispielsweise das Horn eines Rettungsfahrzeugs zu hören, aber noch nicht zu sehen ist.

Die Lokalisierung von Schallsignalen wird durch das beidohrige (binaurale) Hören ermöglicht. Je nachdem, woher der Schall kommt, erreicht er die beiden Ohren mit einer kaum merkbaren Verzögerung. Unser Gehirn ist in der Lage, diese feinen Unterschiede zu erkennen und die Schallquelle zu orten. Dies trifft ganz besonders auf die hellen Töne zu, die wir zum Verstehen von Sprache benötigen. Wie gut das funktioniert, kann man ganz einfach ausprobieren, indem man die Augen schließt und versucht, nur mit dem Gehör zu erkennen, aus welcher Richtung jemand zu uns spricht.

Die Wahrnehmung akustischer Signale durch das Richtungshören signalisiert, dass wir Gesprächspartner identifizieren und lokalisieren können und navigiert uns sicher durch den Alltag. Daher sind regelmäßige Kontrollen des Gehörs durch einen Hörakustiker oder HNO-Arzt besonders wichtig.

Sollte festgestellt werden, dass die Hörfähigkeit eingeschränkt ist, können Hörgeräte der neuesten Generation helfen. Sie ermöglichen das Richtungshören, indem sie die richtigen Frequenzen verstärken. Wenn Hörgeräte an beiden Ohren getragen werden, dann bilden beide Geräte eine Einheit. Per Funk werden die Schallsignale, die an den Hörgeräten ankommen, ausgetauscht und miteinander verglichen. Die Mikroprozessoren der beiden Geräte vergleichen den Einfallswinkel und die Lautstärke des Schallsignals. Die Hörgeräte passen das Signal dann so an, dass das Gehirn erkennt, aus welcher Richtung der Schall kommt. Die akustische Wahrnehmung wird so wieder hergestellt und die Orientierung im Alltag gewährleistet.

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