Mit Hör-Spaß zurück in die Öffentlichkeit

Mit Hör-Spaß zurück in die Öffentlichkeit

Störende Hintergrundgeräusche unterdrücken

Gesellschaft, Veranstaltungen, Ausgehen – damit verbundenen sind auch jedes Mal irritierende Nebengeräusche, vom Straßenlärm bis zur knisternden Popcorn-Tüte oder zum Geschirrgeklapper im Restaurant. Kein Problem für Hörgeräteträger: Hörgeräte können Hintergrundgeräusche unterdrücken.

Auf einen Blick

  • Was sind Hintergrundgeräusche?
  • Hintergrundgeräusche mit Hörgeräten unterdrücken
  • Gut Hören mit Hörgeräten in Kino und Theater
  • Nebengeräusche zulassen, Klangkulissen genießen

Huch, so viele Menschen!“ Besuche in Theatern, Kinos, Restaurants oder einfach ein Innenstadtbummel sind nach den Corona-Lockdowns noch ungewohnt. Jetzt dürfen wir wieder das öffentliche Leben mit seinen vielen Facetten genießen und uns in Gesellschaft begeben. Störende Lärmirritationen müssen dabei nicht sein. Hörgeräte können unangenehme Hintergrundgeräusche unterdrücken und Stimmengewirr ausblenden. Das funktioniert angepasst auf unterschiedliche Geräuschbedingungen und Situationen. So haben Sie viel Spaß bei Ihren Unternehmungen.

Was sind eigentlich Hintergrundgeräusche?

Geräusche, die in unserer Umgebung wahrnehmbar sind, auf die wir uns aber gerade nicht ausrichten wollen, sind Neben- oder Hintergrundgeräusche. Beispielsweise Verkehrslärm, Geschirrgeklapper, eine rauschende Klimaanlage, der Geräuschteppich in der U-Bahn oder wenn zu viele Menschen in einem Raum gleichzeitig reden. Obwohl wir diese Geräusche subjektiv empfinden, können moderne Hörgeräte diese Hintergrundklänge standardisiert unterdrücken, wobei gleichzeitig wichtige Sprachinhalte gezielt angehoben werden. Das Zuhören wird komfortabel und leichter.

Wie unterdrücken Hörgeräte die Nebengeräusche?

Das Leistungsspektrum moderner Hörgeräte ist enorm. Je nach Situation und Geräuschart verfügen zahlreiche Modelle über diese verschiedenen Funktionen:

  • Klassische Lärmunterdrückung
    Diese Lärmunterdrückung erkennt und dämpft, was gleichmäßig und konstant rauscht, brummt oder dröhnt, wie Motoren, Lüfter, Staubsauger oder Kühlschränke. Die Störgeräusche werden mehr oder weniger ausgeblendet.
  • Sprachhervorhebung
    Durch eine Analyse der Hörumgebung können Frequenzbereiche mit Sprachinhalten gezielt verstärkt werden, während andere Frequenzen, in denen ein Störgeräusch dominiert, herabgesengt werden.
  • Windgeräusch abstellen
    Wenn der Wind laut um die Ohren pfeift, wird eine Unterhaltung oft schwierig. Hörgeräte mit Windgeräuschunterdrückung identifizieren und unterdrücken das unerwünschte Windbrausen schnell und so stark, dass ein Gespräch einfach möglich ist. Bei vielen Hörgeräten kann der Grad der Windminderung ausgewählt werden.
  • Impulsschall minimieren
    Tritte auf hartem Boden, Stöckelabsätze, Geschirrklappern, das oft im Restaurant stört, ein runterfallender Schlüsselbund – diese Impulsschallereignisse dämpfen Hörgeräte in wenigen Millisekunden. Dazu verwenden sie einen Algorithmus.
  • Richtmikrofone
    Wenn Sprache zum störenden Nebengeräusch wird, helfen Richtmikrofone. Sie sorgen dafür, dass die Worte des Gesprächspartners klar und verständlich ankommen und aus dem Hintergrundlärm herausstechen. Richtmikrofone können auch unterschiedliche Lärmquellen erfassen und ausblenden. Neueste Mikrofontypen können auch Sprecher aus 360° rundum erfassen und hervorheben, damit wird eine deutlich besserer Sprachverständlichkeit und gleichzeitig ein Absenken der Hörermüdung erreicht.

Muss ich mein Hörgerät auf Hintergrundlärm für jede Situation anpassen?

Nein. Hörakustiker stellen das Hörgerät in enger Abstimmung mit den Schwerhörenden auf die persönlichen Höreindrücke und Alltagssituationen ein. Besprechen Sie mit Ihrem Hörexperten, was Sie beim U-Bahnfahren oder im Restaurant stört oder ob Sie gerne ins Theater gehen.

Außerdem haben bestimmte Hörgerät verschiedene Hörprogramme für unterschiedliche Orte, die man über eine App auf dem Smartphone oder über einen Schalter am Gerät auswählen kann. Damit können sich Schwerhörige, die ein Hörgerät tragen, sehr einfach auf klangliche Besonderheiten ihrer Umgebung anpassen und zusätzlich Hintergrundgeräusche unterdrücken, falls dies nicht automatisch erfolgt.

Tipps für Kino- und Theaterbesucher mit Hörgerät

Im Theater versteht man mit der Sprachanhebung des Hörgeräts auch leise Stimmen auf der Bühne deutlich – auch dann, wenn man nicht ganz vorne sitzt. Gerade im Kino ist der Ton oft laut für die Ohren. Hörgeräteträger können das ausgleichen.

Darüber hinaus ist es auch möglich, Störgeräusche aus dem Saal zu unterdrücken. Ein Hörsystem mit einer zusätzlichen Induktionsspule kann sich außerdem mit der Höranlage im Kino oder im Theater verbinden. Dann wird die Audiospur des Films oder des Theaterstücks direkt auf das Hörgerät übertragen – für ein Kulturerlebnis ohne jede Nebengeräusche aus dem Publikum.

Wenn das Zuhören im Theater oder Kino anstrengend ist oder schnell erschöpft, kann das auch daran liegen, dass Hörgeräte nicht dauerhaft getragen werden. Hörgeräte gehören so oft wie möglich in die Ohren, damit das Gehirn das Hören trainiert. Je öfter Hörgeräte getragen werden, desto besser sind die Hörergebnisse.

Nicht alle Hintergrundgeräusche ausschalten

Auch wenn es erstmal ungewohnt ist. Nebengeräusche wie das Rascheln des Laubs oder einer Zeitung sind völlig normal. Und oft sehr wichtig: Nur über Hintergrundgeräusche hören wir ein herannahendes Auto oder Fahrrad, den tropfenden Wasserhahn, das Gebell des Hundes oder erkennen ein kaputtes Gerät. Deshalb ist es wichtig, dass Geräusche hörbar bleiben. Ebenso sollten laute Geräusche, wie eine Autohupe oder Notarztsirene, auch wirklich als laut wahrgenommen werden.

Wer mit einem Hörgerät startet, entdeckt erneut verschiedene Stimmen, Töne und Geräusche. Unterschiedliche Klangkulissen sind wieder gut hörbar – ein Hörgenuss. Unser Tipp lautet deshalb: Störende Hintergrundgeräusche unterdrücken, wichtige Nebengeräusche zulassen.

 

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