Sicher durch die Motorradsaison

Sicher durch die Motorradsaison

Der Sommer ist im vollen Gange und damit läuft auch die Motorradsaison auf Hochtouren. Für viele Motorradfahrer ist dies nicht nur ein mögliches Fortbewegungsmittel, sondern gehört zum Lifestyle dazu. Dennoch kann das Motorradfahren einige Gefahren für unser Gehör mit sich bringen. Die richtige Ausrüstung ist somit das A&O, um die sommerlichen Touren auf dem zwei- oder dreirädrigen Gefährt weiterhin genießen zu können.

Welche Gefahren bringt das Motorradfahren für das Gehör mit sich?

Für viele Motorradliebhaber bedeutet Motorradfahren frei zu sein. Schon bei den ersten Sonnenstrahlen werden die zweirädrigen Gefährten für eine neue Saison startklar gemacht und die Ausrüstung wird entstaubt.

Doch wer häufig mit dem Motorrad unterwegs ist und dabei hohe Geschwindigkeiten erreicht, sollte sich über die Gefahren für das Gehör bewusst sein.

Der hohe Lärm, dem der Fahrer ausgesetzt ist, entsteht aus der Kombination von Fahrtwind, Schutzhelm und Verkleidung und nimmt dabei Größenordnungen an, die von Experten als gesundheitsschädlich angesehen werden. Mehrere Helmtests haben herausgefunden, dass sich unser Gehör einem Schalldruckpegel von rund 85 bis 100 Dezibel aussetzen muss, wenn wir bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf dem Motorrad unterwegs sind.

Ist man als Fahrer dieser Lärmbelästigung über mehrere Stunden ausgesetzt, kann dies zu einer vorübergehenden Vertaubung führen. Folglich werden Geräusche weniger klar wahrgenommen und alles hört sich weiter weg an als sonst. Dies scheint auf Dauer nicht dramatisch zu sein, allerdings können irreparable Schäden entstehen, wenn man diesem Lärm dauerhaft ausgesetzt ist.

Weiterhin kann ein langanhaltender Lärm für mangelnde Konzentrationsfähigkeit und immer stärker werdende Müdigkeit sorgen. Dies bringt nicht nur den Fahrer selbst in hohe Gefahr, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Wieso schützt der Motorradhelm allein nicht vor Gehörschäden?

Einen gewissen Schutz vor dieser hohen Geräuschkulisse bietet der Motorradhelm zwar, doch dieser ist bei Weitem nicht ausreichend. Oftmals klingen die Motorengeräusche noch in Form eines unangenehmen Brummens, Klingelns oder Piepens nach.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass alle Motorradfahrer früher oder später einen Hörsturz erleiden. Doch wer häufig auf zwei Rädern unterwegs ist, sollte sich der Gefahr bewusst sein, das Gehör ohne entsprechenden Schutz dauerhaft zu schädigen.

Mittlerweile ist klar, dass der Geräuschpegel von der jeweiligen Art und Passform des Helmes beeinflusst wird, wodurch sich die meisten Hersteller speziell der Lärmminderung widmen und ihre Helme darauf anpassen.

Diese Optimierung ist jedoch nicht immer einfach, vor allen Dingen im Zusammenhang mit anderen Punkten wie der Sturzsicherheit. Weiterhin bieten selbst gute Helme keinen umfänglichen Schutz vor den lauten Geräuschen, die bei einer hohen Fahrtgeschwindigkeit von 100km/h aufwärts entstehen.

Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass ein entsprechend konstruierter Helm auf jedem Motorrad anders wirken kann. Ursache dafür ist das Zusammenspiel von dem Winkel, aus dem die Luft strömt, die Verkleidung des Motorrads und die Sitzposition und Größe des Fahrers. Somit wir jedem Fahrer geraten, vor dem Kauf eine Probefahrt zu machen.

Spezieller Gehörschutz fürs Motorradfahren – welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt jedoch auch gute Neuigkeiten für Motorradfahrer: Der Lärm lässt sich auch auf anderen Wegen reduzieren! Somit kann die Motorradsaison ohne Bedenken genossen werden. Es gibt Gehörschutz für Motoradfahrer von unterschiedlichen Anbietern auf dem Markt, die bereits sehr gut das Gehör schützen.

Wer damit nicht so gut klar kommt bzw. für sein Gehör einen individuell angepassten Gehörschutz möchte, kann sich einen maßangefertigten Gehörschutz beim Hörakustiker anfertigen lassen. Ein gutsitzender Gehörschutz wirkt dann der hohen Geräuschkulisse während der Fahrt entgegen und das Gehör wird geschont. Wichtig ist nur, dass die Warnsignale im Straßenverkehr noch deutlich zu hören sind.

Die Lärmstopper sind meistens aus Acryl, Silikon oder Nylon und werden auf den eigenen Gehörgang abgestimmt. Bei optimalem Tragekomfort und guter Pflege können sie mehrere Jahre halten.

Merkt man wiederholt, dass man sein Gegenüber nicht gut versteht, oft nachfragen muss und man den Eindruck hat, dass man nicht gut hört, sollte der nächste Schritt ein Besuch beim HNO-Arzt sein. Der HNO-Arzt kann medizinisch abklären, ob und warum ein Hörverlust vorliegt. Generell ist es wichtig, regelmäßig sein Gehör beim HNO-Arzt oder Hörakustiker durch einem Hörtest überprüfen zu lassen, um rechtzeitig eventuelle Hörprobleme versorgen zu lassen.

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