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Hörtechnologie: Dank Funk immer bestens verbunden

Moderne Hörgeräte lassen sich mit dem Telefon koppeln

Gespräche mit Freunden, Kollegen und Verwandten, ob persönlich oder am Telefon, machen für viele Menschen einen Großteil ihrer Lebensqualität aus. Moderne Hörgeräte, die sich per Telefonspule oder Funktechnologie mit dem Telefon vernetzen, erleichtern die Alltagskommunikation trotz Hörminderung.

Moderne Hörgeräte lassen sich mit dem Telefon koppeln
Mit Hörgeräten problemlos telefonieren.

Mit Freunden quatschen, bei den Kindern kurz nachhören, ob es ihnen gut geht, zuhause Bescheid geben, dass man sich verspätet – Telefonate gehören ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Für schwerhörige Menschen können sie allerdings zu einer Herausforderung werden. Denn die gängigen Telefone sind für Hörgeräte-unfreundlich ausgelegt. Das Frequenzband reicht nur bis 3.300 Hz, was die Sprachverständlichkeit bei Hintergrundlärm schon für normal Hörende erschwert. Zudem müsste der Hörer, um den Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung optimal verstehen zu können, fest auf die Ohrmuschel gepresst werden, was mit Hörgeräten, egal ob sie im oder hinterm Ohr getragen werden, nicht möglich ist. Die Folge: Das Telefon ist zu leise, um sich problemlos unterhalten zu können. Daneben fehlt in dieser Gesprächssituation die Möglichkeit, zusätzlich zum gesprochenen Wort aus Mimik, Gestik und von den Lippen des Gesprächspartners abzulesen.

Ohne Umweg direkt ins Ohr

Es gibt allerdings einige technische Möglichkeiten, die es Menschen mit Hörminderung erlauben, ohne Probleme zu telefonieren. Bis in die 1980er Jahre waren sogenannte Telefon- oder kurz T-Spulen die gängigste Methode, um Hörgeräte und Telefone zu koppeln. Die Induktionsspulen sorgen dafür, dass zwischen Telefon und Hörgerät ein Magnetfeld entsteht, über das Tonsignale übertragen werden. Der Vorteil: Hörgeräte-Träger brauchen kein weiteres Zubehör. Sie stellen ihr Hörgerät einfach auf „T“ und hören ihren Gesprächspartner in hoher Klangqualität direkt in ihren Hörgeräten.
Aufgrund der Miniaturisierung ging diese Entwicklung zurück. Im Sinne der Barrierefreiheit werden aber auch heute einige Telefone, mit Induktionsspule und weiteren Funktionen – höhere Lautstärke für Klingeltöne und Hörer, Lichtsignal – speziell für die Anforderungen schwerhöriger Menschen angeboten. In den meisten digitalen Hörgeräten ist die T-Spulenfunktion programmierbar. Dadurch haben Hörakustiker eine Vielzahl an Optionen, Hörhilfen mittels dedizierter Hörprogramme für Telefonate zu optimieren. Diese Programme werden automatisch aktiviert, sobald der Träger einen Telefonhörer an sein Ohr hält. Voraussetzung ist, dass der Hörgeräte-Träger in enger Abstimmung mit seinem Hörakustiker testet, welche Einstellungen für ihn am besten passen.

Drahtlos per Funk vernetzt

Eine der jüngsten und zugleich elegantesten Technologien ist die kabellose Vernetzung von Hörgeräten und Telefon per Bluetooth – eine Funktechnologie, über die die meisten Smartphones und Drahtlostelefone verfügen. Der Vorteil: Das Telefonat wird direkt auf die Hörgeräte übertragen, sodass der Anrufer die Worte seines Gesprächspartners auch bei Umgebungslärm klar und deutlich empfängt. Hierfür müssen sowohl die Hörgeräte als auch das Telefon Bluetooth-fähig sein. Alternativ können sogenannte Streamer eingesetzt werden. Diese eigenständigen, kleinen Geräte können als Freisprecheinrichtung zum Telefonieren genutzt und auch mit dem Fernseher gekoppelt werden.

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten ist es ratsam, die Hörgeräte-Beratung eines Hörakustikers in Anspruch zu nehmen. Die Experten unterstützen Sie bei der Auswahl und Konfiguration Ihrer Hörgeräte und können Sie auch vor der Anschaffung eines passenden Telefongeräts beraten, sodass Sie ohne Probleme telefonieren können.

Dank des technischen Fortschritts können Sie Ihre Hörgeräte heutzutage nicht nur mit dem Telefon koppeln, auch die Verbindung mit Fernseher, Stereoanlage oder anderen Multimediageräten ist möglich. Lesen Sie hier mehr darüber.

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