Hörsturz – Anzeichen für Schlaganfall

Hörsturz – Anzeichen für Schlaganfall

Ein Hörsturz kann gravierende Gesundheitsfolgen haben. Denn es besteht ein Zusammenhang zwischen Hörsturz und Schlaganfall. Betroffene haben ein doppelt so hohes Risiko für einen Schlaganfall. Ein Hörsturz kann als Vorbote und erstes Anzeichen für Schlaganfall sein.

Nicht selten ist ein Hörsturz die Folge einer Durchblutungsstörung im Innenohr. Er kommt ganz plötzlich – verschwindet aber leider nicht so schnell. Dennoch verbessert sich der teilweise oder komplette Hörverlust auf einem oder beiden Ohren in der Regel mit der Zeit von selbst. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man einen Hörsturz aber nicht. Denn ein Hörsturz kann auch ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Einer Studie zufolge des HNO-Spezialisten Jong-Yeup Kim von der Universität Konyang in Daejeon, Südkorea, erhöht sich das Risiko eines Schlaganfalls nach einem Hörsturz deutlich und zeigt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen Hörsturz und Schlaganfall gibt.

Was ist ein Hörsturz?

Bei einem Hörsturz geht die Hörfähigkeit auf einem Ohr plötzlich verloren. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht 100-prozentig geklärt. Oftmals werden Durchblutungsstörungen im Bereich des Innenohrs als Auslöser vermutet. Ein Hörsturz kann ein erstes Anzeichen für einen Schlaganfall sein, denn oft besteht ein Zusammenhang zwischen Hörsturz und Schlaganfall.

Hörsturz erhöht Schlaganfallrisiko um 50 Prozent

Ein Hörsturz kann ein Anzeichen für Schlaganfall sein. Mehrere Studien zeigen den Zusammenhang von Hörsturz und Schlaganfall. Eine Langzeitstudie aus Südkorea belegt, dass Menschen, die einen Hörsturz hatten, ein doppelt so hohes Risiko haben, einen Schlaganfall zu erleiden. Ein Team um Dr. Marc Lammers an der Universität in Vancouver, das sieben Studien für eine Meta Analyse ausgewertet hat, fand heraus, dass sich insbesondere bei Männern über 50 Jahren das Risiko für einen (ischämischen) Schlaganfall um 40 Prozent erhöht. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich etwa 15 Prozent der Schlaganfälle vorab durch einen Hörverlust, Tinnitus oder Schwindel ankündigen.

Wie kann ich das Schlaganfallrisiko nach einem Hörsturz verringern?

Ruhe, Entspannung und Stressabbau helfen in der Regel dabei, nach einem Hörsturz wieder normal zu hören. Darüber hinaus sollten Betroffene eine starke Lärmbelastung im Alltag möglichst vermeiden. Um das Risiko eines Schlaganfalls zu verringern, sollten Menschen, die bereits einen Hörsturz hatten, ihre Hirndurchblutung regelmäßig medizinisch überwachen lassen. Darüber hinaus sollten sie auf das Rauchen verzichten, sich gesund ernähren und sich ausreichend bewegen. Zudem empfiehlt es sich, weitere Risikofaktoren, wie hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Übergewicht, Stress und Bluthochdruck zu vermeiden.

So können Sie aktiv dazu beitragen, dass ein Hörsturz nicht zum Anzeichen für einen Schlaganfall wird:

  • Ernährung: Obst und Gemüse sollte so oft wie möglich auf Ihrem Speiseplan stehen, Wurst und Fleisch dagegen höchsten zweimal in der Woche. Auf Zucker verzichten Sie am besten möglichst ganz. Positiven Einfluss haben Fisch und Gefäßschützer wie Olivenöl.
  • Sport: Treiben Sie drei- bis viermal in der Woche eine halbe Stunde Sport. Bestens geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken oder Schwimmen. Auch regelmäßige Bewegung wie täglich ein 30-minütiger Spaziergang sind auf jeden Fall förderlich für die Gesundheit.

Warum Musik heilende Wirkung bei einem Schlaganfall hat

Dass Musik eine heilende Wirkung hat, ist seit tausenden von Jahren bekannt. Heutzutage wird Musiktherapie unter anderem bei neurologischen Störungen eingesetzt. Auch wenn es tatsächlich zu einem Schlaganfall gekommen ist, kann das Hören der Lieblingsmusik die Rehabilitation oftmals fördern. Bei einem visuellen Neglect (Aufmerksamkeitsstörung, bei der Betroffene eine Körperhälfte vernachlässigen, weil er die Sinnesinformationen dieser Seite nicht mehr wahrnimmt) unterstützt sie dabei, die vernachlässigte Gesichtshälfte wieder stärker zu berücksichtigen. Denn durch das Musikhören werden Gedächtnisspuren angelegt und positive Emotionen geweckt. Das hilft dabei, die Aufmerksamkeit zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt Musizieren, etwa Trommeln, dabei, die verlorene Feinmotorik nach einem Schlaganfall zurückzugewinnen. Auch durch Singen können Patienten mit Sprachstörungen ihre Sprachflüssigkeit verbessern.

Wie stellt der HNO-Arzt fest, ob man einen Hörsturz hat?

Ob es sich bei einer Hörminderung um einen Hörsturz handelt, kann ein HNO-Arzt mittel Ohrmikroskopie feststellen. Verschiedene Untersuchungsverfahren wie Blutdruckmessung, Bluttests oder Ultraschall- und Kernspin-Untersuchungen dienen der weiteren Abklärung.

Um sicherzustellen, dass Ihr Gehör intakt ist bzw. um eine potenzielle Schwerhörigkeit möglichst schnell zu erkennen, sollten Sie regelmäßig einen Hörtest bei einem Hörakustiker oder einem HNO-Arzt machen lassen. Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihre Ohren sind, kann ein Online-Hörtest eine erste Orientierung geben. Dieser ersetzt aber keinen professionellen Hörtest bei einem HNO-Arzt oder Hörakustiker in Ihrer Nähe.

Über unsere Akustikersuche und HNO-Arzt-Suche finden Sie einen passenden Ansprechpartner vor Ort.

Wie hilft ein Hörgerät bei Hörsturz?

Tritt ein Hörsturz auf, vielleicht auch in Zusammenhang mit einem Tinnitus, können Hörgeräte helfen die Symptome zu mindern. Neben Medikamenten ist bei einem anhaltenden Hörsturz die langfristige Behandlung mit einem Hörgerät sinnvoll. Betroffene sollten sich daher nicht scheuen auch ein Hörgerät in Anspruch zu nehmen. Hörgeräte helfen dabei, besser zu hören, indem sie nicht nur Klänge verstärken, sondern auch bestimmte Frequenzen anheben und überflüssige Geräusche ausblenden.

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